Für Krüger war es die 20. Veranstaltung in diesem Jahr. So viel hatte er in einer Halbserie noch nie. Normal 20 bis 25 über das ganze Jahr verteilt. Der Ausrichter beschloss wegen der hohen Anzahl von Listen, die Kampfzeit von vier Minuten auf drei Minuten zu verkürzen. Auch auf den goldenen Score / Verlängerung wurde verzichtet. Bei Gleichstand gab es dann Kampfrichterentscheid. Christian startete mit drei Anderen in einer Gewichtsklasse -66,4 Kilogramm und es wurde jeder gegen jeden gekämpft.
Im ersten Kampf gegen Dominik Schumann vom RSV-Eintracht 1949 (Stansdorf) wartete gleich ein richtiger „Brocken“ auf Christian. Dieser wurde 2019 Vize Deutscher Meister. Von Beginn an versuchte Christian mit seiner Spezialtechnik zum Erfolg zu kommen. Beim zweiten Ansatz wurde der Gieseler gekontert, was mit einer Waza-ari Wertung für seinen Gegner belohnt wurde. Nach knapp 2:30 Minuten wurde Christian wieder gekontert, wofür es diesmal nur eine juko Wertung gab. Im sicheren Glauben von Dominik , die Führung über die Zeit zu retten, ging schief. Acht Sekunden vor Kampfende war Christian mit einer Tsuri-komi-goshi Technik erfolgreich die mit vollen Punkt – Ippon belohnt wurde.
Der zweite Gegner Niklas Bennewiz vom BC Samurai Berlin wurde auch nicht leichter, weil es gegen den Berliner Meister aus dem Jahr 2022 ging. Auch hier bestimmte der Gieseler den Kampf und hatte bis 2:30 die größere Anzahl von Angriffen. Leider bekam Christian für ein missglücktem Angriff ohne Wirkung einen Shido. Im Glauben diese Strafe würde am Ende entscheiden, verlor er seine Kontrolle und wurde gekontert, die mit Waza-ari gewertet wurde. Niklas rettete seinen Vorsprung über Zeit. Auf Nachfragen an den Kampfrichter hätte der shido keine Auswirkung auf seine Entscheidung gehabt.
Da Christian den letzten Kampf im Pool hatte, wusste er, mit einem Ippon gegen Max-Luca Gäbel vom SG Chemie Erkner würde er das Turnier gewinnen. Jedes andere Ergebnis würde Platz drei bedeuten. Sichtlich angespannt und verkrampft ging Christian in den Kampf. Nach knapp einer Minute bekam Christian für einen Seoi-otoshi eine Juko Wertung. Das reichte nicht für Platz Eins. Obwohl er den Kampf bestimmte sah es verkrampft aus und die Zeit lief davon. 15 Sekunden vor Ende dann doch der Ippon für den Gieseler vom Fuldaer Judo Club mit seiner Spezialtechnik. Somit konnte er seinen Turniersieg aus dem letzten Jahr verteidigen und die Freude war groß. Seine Bilanz in diesem Jahr kann sich auch sehen lassen, neben den zehnten Einsätze für das Team TG Schwalbach erkämpfte er sich zwei Gold, fünf Silber und zwei Bronze Medaillen.
