Lokales 09.07.2025

Neuer Vorstand gewählt: Deutscher Kneipp-Bund trifft sich in Erfurt

Erfurt (pm/fp) – Auf ihrer alle vier Jahre stattfindenden Bundesversammlung hat die deutsche Kneipp-Familie im thüringischen Erfurt ihren neuen Bundesvorstand gewählt. Neben ihrer wiedergewählten Bundesvorsitzenden, der ehemaligen Grünen bayerischen Landtagsabgeordneten Christina Haubrich übernimmt der Butzbacher Dr. Lutz Ehnert das Amt des Vizepräsidenten.

Das neue Präsidium des Kneipp-Bundes Deutschland. Von links: Schatzmeister Stefan Welzel, Gisela Gehrmann, Christina Haubrich, Alexander Krauß und Dr. Lutz Ehnert. Fotos: Kneipp-Bund Hessen e.V.

Von links: Dr. Lutz Ehnert, Thüringens Gesundheitsministerin Katharina Schenk, Christina Haubrich, Präsidentin des Kneipp-Bundes Deutschland, und Peter Wolff.

Der Vorsitzende des Kneipp-Vereins Bad Nauheim-Friedberg-Bad Salzhausen war bislang auf Bundesebene Vorsitzender des Beirates, gewissermaßen der Länderkammer des Kneipp-Bundes Deutschland. Ehnert gelang es im April, die alle zwei Jahre weltweit stattfindende „Kneippiade“ 2027 nach Hessen zu bringen. In der Wetterau steht er Hessens größtem Kneipp-Verein vor. Ein großes Thema der Bundesversammlung war auch die Wirksamkeit von Kneipp-Anwendungen von Kindesbeinen an. Darum sieht die Kneipp-Bewegung auch in der Zertifizierung nach Kneipp, insbesondere bei Kitas, Hotels und Senioreneinrichtungen eine große Aufgabe.

Zufälligerweise, stand just am Erfurter „Wahltag“ in Hessen eine weitere Kita-Zertifizierung an. Ante Martin vom Landesvorstand konnte in Eltville im Rheingau-Taunus eine Urkunde und Plakette überreichen, die eine weitere hessische Kita zu einer Kneipp-Kita macht, in der Anlagen und Mitarbeiter auf die fünf Kneippsäulen Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilkräuter und Innere Ordnung ausgerichtet sind. Neben Ehnert wählten die Delegierten mit Gisela Gehrmann und dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß die Landesvorsitzenden aus Niedersachsen und Sachsen zu weiteren Vizepräsidenten. Das Präsidium ergänzt mit Stefan Welzel der Bürgermeister aus Bad Wörishofen, Kneipps Wirkungsstätte, erneut als Schatzmeister.

Ehnerts hessischer Stellvertreter, der Vorsitzende des Kneipp-Vereins Fulda-Lauterbach und ehemalige Bürgermeister des damaligen Kneipp-Heilbades Gersfeld (Rhön), Peter Wolff, rückte in „die Länderkammer“, dem Kneipp-Beirat nach. Beide sorgten vor vier Jahren für bundesweite Furore, als sie in Bad Nauheim die bundesweit erste Kneipp-Ampel einweihten.

Ehnert und Wolff konnten in Erfurt auch Kontakte zur thüringischen Gesundheitsministerin, Katharina Schenk, aufnehmen, die die Festrede hielt. Denn beide sind involviert in eine beabsichtigte Verschmelzung der beiden Kneipp-Landesverbände Hessen und Thüringen. Schenk selbst sorgte in ihrer Festrede für Begeisterungsstürme. Sie platzierte die Themen Gesundheit, Kneipp, aber auch das ehrenamtliche Engagement in einer solche Verve und so inspirierend, dass alle Anwesenden unabhängig von ihrer eigenen politischen Präferenz, voll des Lobes waren. Und Wolff selbst hatte erst im April mit Bürgermeisterin Manuela Henkel in der Point-Alpha-Stadt Geisa diverse Kneipp-Anlagen angeschoben. Von Kneipp-Venentreppen, einem Heilkräutergarten, einer Duftrasenbank, einem Barfußpfad bis hin zur Reaktivierung der Kneipp-Wassertretstelle in der Ulster.