Innerhalb einer Woche konnten sich die Kinder einen Überblick über die verschiedenen Bereiche verschaffen, um schon mal einen Eindruck zu gewinnen, was im späteren Berufsleben auf sie zukommen könnte. „Denn seinen Beruf übt man in der Regel ein Leben lang aus. Deswegen ist es völlig egal, ob das dann in der Pflege, im Handwerk oder im Büro ist“, erklärte Gabriele Leipold, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Fulda: „Das Entscheidende ist, dass die Kinder glücklich und zufrieden sind.“
Im Rahmen der Mint-Ferienfreizeit, unter dem Motto „Deine Hände, dein Ding – Ferien mit Sinn“, wurde den teilnehmenden Jungen und Mädchen nun in erster Linie das Handwerk nähergebracht. In zwei verschiedenen Gruppen konnten sie sich so an fünf Tagen einem Projekt widmen, was sie unter der Anleitung der Ausbilder Markus Birkenbach (Elektrotechnik), Cornelius Theisen (Metalltechnik) und Johannes Bröhm in Handarbeit eigenhändig herstellten: ein multifunktionales Haus, dass die Kinder am Freitagnachmittag voller Stolz präsentierten und für ihre Arbeit Medaillen erhielten. „Dadurch konnten die Kinder schon mal einen ersten Eindruck gewinnen, was ihnen liegt und Spaß macht und ob so ein Beruf eventuell auch etwas für später wäre“, führte Gabriele Leipold aus.
Die Ferienfreizeit fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt und war ein Pilotprojekt – nach der durchweg positiven Resonanz soll es aber im nächsten Jahr definitiv eine Fortsetzung geben, wie Dr. Mirjam Kessler, Geschäftsführerin der BBZ Mitte, bekräftigte: „Es hat uns allen vielen Spaß gemacht, auch den Ausbildern. Die Kinder waren super engagiert und mit Spaß dabei. In diesem Jahr war es ein Pilotprojekt, im nächsten Jahr können wir dann mit noch mehr Erfahrung die Mint-Ferienfreizeit 2.0 ausrichten.“
Auch Ausbilder Johannes Bröhm, der für einen Kollegen kurzfristig einsprang, zeigte sich begeistert: „Von unserer Seite aus können wir das gerne wieder machen. Wir haben von den Kindern und den Eltern gleichermaßen positives Feedback bekommen“, freute sich Bröhm und konnte das Lob an die Jungen und Mädchen nur zurückgeben: „Sie haben fast komplett selbstständig gearbeitet und waren auch ansonsten sehr ehrgeizig und motiviert.“ Lediglich Arbeiten mit Messern oder Bohrmaschinen hätten selbstverständlich die Ausbilder übernommen.
Neben dem Einblick in die verschiedenen Handwerksberufe konnten die Kinder außerdem einen Blick über den Tellerrand hinauswerfen und in den Ausbildungshallen der BBZ Mitte einen funktionsfähigen Roboter bestaunen – und eine kleinere Roboterversion sogar mal selbst bedienen. Alle spannenden Ereignisse der Woche hielten sie außerdem in einer ebenfalls eigenständig angefertigten Arbeitsfibel fest, um sich auch in Zukunft mit Freude an die erste Mint-Ferienfreizeit zurückerinnern zu können – neben den multifunktionalen Haus, was die Kinder selbstverständlich auch mit nach Hause nehmen konnten.
