Impressionismus mit einem Hauch Fantasie: Das finden Betrachter von Königs Kunst immer wieder in den Werken der Fuldaerin, die ihre Werke nun auch im Sozialgericht ausstellt. Mal realistisch, mal leicht abgewandelt, gibt König die Welt wieder, wie sie ihr unter die Augen kommt. „Sie malt sich ihre Welt, wie sie will“, sagte Schwarz in ihrer Eröffnungsrede mit einem Augenzwinkern: „Ich freue mich, dass wir für die Ausstellung Frau König gewinnen konnten. Sie hat uns viele bunte, lebensfrohe Bilder mitgebracht, die mit ihren Farben den Raum erhellen.“ Den vielen Besuchern der Vernissage erklärte sie, dass König erst zwar schon seit Kindertagen male, sich der Kunst aber erst wesentlich später hingegeben habe. „2017 kam die Wende: Ihre Kinder schenkten ihr einen Malkurs“, erzählte sie: „Seitdem hat sie wohl Blut geleckt.“ Ihr Mentor Sergej Kasakow, Kunstdozent an der vhs in Fulda, habe zwar viel Einfluss auf sie gehabt, doch habe sie immer einen eigenen Stil gefunden, betonte die Vereinsvorsitzende. „Sie ist schon impressionistisch geblieben, fügt aber immer mal wieder etwas verfremdendes, manchmal auch naive Elemente hinzu“, fügte sie fasziniert an. In den vergangenen Jahren habe König mit ihrer Kunst viel Erfolg gehabt. So habe sie mehrere Publikumspreise bei einigen regionalen Wettbewerben erhalten, mittlerweile 5000 „Verfolger“ – wie König „Follower“ scherzhaft nennt – auf Instagram und sogar ein eigenes Atelier im Gerloser Weg 36 in Fulda, in dem sie eigentlich ihre Kunst ausstelle. „Ja jetzt gerade nicht, weil jetzt sind sie ja hier“, stellte König lachend heraus: „Aber ich werde auch schnell wieder neue Kunst schaffen.“
Die Künstlerin selbst freute sich über so viel Andrang bei der Vernissage. „Ich hätte nie gedacht, dass so viele Leute kommen“, erklärte sie strahlend mit Blick auf die gut gefüllten Räume des Sozialgerichts: „Das find ich toll.“ Auch ihr Sohn Andre König lobte seine Mutter in seiner Laudatio. „Als mein Bruder und ich uns für dieses Geschenk entschieden haben, wussten wir nicht, was wir auslösen würden“, scherzte er sichtlich stolz: „Aber wenn sie sich umsehen, wird schnell klar: Jetzt ist es auch nicht mehr aufzuhalten.“
Nach den Reden eröffneten Schwarz und König gemeinsam die Ausstellung, die noch bis zum 16. Januar 2026 werktags im Sozialgericht Fulda zu erleben ist.
