Marc, ein Ingenieur, kann nur wenig Begeisterung für moderne Kunst aufbringen und Yvan hat ganz andere Sorgen. Er hat gerade seinen Job gewechselt, und will demnächst ein „reizendes Mädchen aus guter Familie“ heiraten. Marc findet, Serge hat kein Bild, sondern „Scheiß“ gekauft. Yvan antwortet auf die Frage, was er für das Bild bezahlen würde: „Keinen Centime“. Aber ihn stört nicht, dass Serge so viel Geld für das Bild ausgegeben hat, „Wenn es ihm Spaß macht“, sagt er dazu. Damit ist das Spielfeld abgesteckt und der Spaß und das Gemetzel kann beginnen: Das „Weiße Bild mit weißen Streifen“ und die Frage, ob das Kunst ist, führt zu unterhaltsamen, aber auch tiefgründigen Diskussionen und stellt die Freundschaft der drei Männer auf die Probe.
Die Komödie „Kunst“ im Schloss Eichhof reizt nicht nur zum Lachen; das Lachen ist Thema des Stückes. Die Autorin Yasmina Reza sagte im Vorfeld dazu: „Das Drama von ‚Kunst‘ ist ja nicht, dass Serge das weiße Bild kauft, sondern dass man mit ihm nicht mehr lachen kann.“ Die Geschichte hat einen autobiografischen Hintergrund, denn ein Freund der Autorin hatte ein weißes Bild gekauft und als er ihr den Preis verriet, hatte sie laut lachen müssen.
In Bad Hersfeld spielen Christian Nickel, Götz Schulte und Bijan Zamani die drei heftig diskutierenden Herren. Christian Nickel ist in diesem Sommer auch in Joern Hinkels „Sommernachtsträume“ zu sehen, Götz Schulte und Bijan Zamani traten im vergangenen Sommer in „Die Dreigroschenoper“ auf. Regie bei „Kunst“ führt Antoine Uitdehaag. Auch ihn kennt das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele bereits und hat ihn für seine Inszenierung „Shakespeare in Love“ in der Stiftsruine gefeiert
„Kunst“ ist nach „Der Gott des Gemetzels“ die zweite Komödie, die in diesem Sommer im Schloss Eichhof Premiere feierte. Beide Stücke wurden von der französischen Theater-Autorin Yasmina Reza geschrieben.
