„Völlig verdient“, sagte SVS-Coach Petr Paliatka nach Abpfiff und war sichtlich niedergeschlagen, merkte aber auch an, dass die Niederlage vielleicht zur rechten Zeit kam: „Es ist gut, wenn die Jungs sehen, dass es mit fünf Prozent weniger einfach nicht geht“. Besonders zum vergangenen Test gegen Hünfeld erkannte Paliatka seine Spieler kaum wieder: „Da waren viele sehr gut, die heute durchschnittlich waren. Das 1:0 war die erste Chance, dann hatten wir noch eine gefährliche Aktion in der zweiten Halbzeit, aber das war es“.
Homan Halimi erzielte das 1:0 für die Steinbacher, das aber wenige Minuten später nach einem tollen Tor von Fynn Petrich wieder egalisiert war. Mit dem Ausgleich zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kam Eiterfeld/Leimbach auch besser aus der Kabine – letztlich hatte SGEL-Coach Andreas Herzberg auch ein glückliches Händchen und wechselte mit Levi Köller den Siegtorschützen ein. „Aber Eiterfeld hatte auch noch ein paar Konterchancen, die sie nicht gut ausgespielt haben. Sie waren in den Zweikämpfen überlegen. Wir haben zu kompliziert gespielt, mit zu vielen Kontakten“, so Paliatka, der teilweise „Überheblichkeit“ wahrnahm. Ein Warnschuss anderthalb Wochen vor dem Saisonstart für den SVS – und das Pokal-Viertelfinale gegen Lauter als Lohn für die SG Eiterfeld/Leimbach, die binnen sieben Tagen – inklusive Gemeindepokal – das sechste Spiel absolvierte.
Trainer Andreas Herzberg sprach von einem „sehr ordentlichen Test“, wobei sein Team „langsam merkt, was wir uns vorstellen und wo wir hinwollen“. Einige Situationen hätten ihm gut gefallen, andere aber noch nicht. Es gelte, weiter zu arbeiten bis zum Saisonstart. „Wir hätten noch mehr Tore schießen können, haben aber auch wenig zugelassen“, so Herzberg.
Eiterfeld/L.: E. Budenz; Kramer, Stumpf, Kurz, Behr, Winter, R. Köller, Petrich, Wolf, Yildiz, Schilling (L. Köller, Preis, Salzer).
Steinbach: Barthel; Reichmann, Hartung, M. Wiegand, T. Wiegand, Kehl, Halimi, Brähler, Reith, Gemming, Ay (Wittke, Koch, Hennighausen).
Tore: 0:1 Homan Halimi (42.), 1:1 Fynn Petrich (45.), 2:1 Levi Köller (74.)
Zuschauer: 150
