Wenn die SG Niederaula/Kerspenhausen am Mittwochabend auf dem Sportplatz an der Autobahn zu Gast ist, treffen zugleich die letzten verbliebenen Gruppenligisten im Viertelfinale aufeinander. Aulatal und Neuenstein sind bereits ausgeschieden, der Sieger des Gipfeltreffens hat also gute Chancen auf den Pokalsieg – für die SGNK wäre es bereits der zweite Triumph in Folge. Hönebach hingegen konnte sich in der vorherigen Runde souverän mit 5:1 gegen die SG Kuppenrhön durchsetzen, doch vor dem Heimspiel plagen ESV-Trainer Enis Adrovic massive Personalsorgen. „Eine kleine Katastrophe“, nennt Adrovic die angespannte Lage – gleich sechs Spieler fallen urlaubs- oder verletzungsbedingt aus. Der Coach ist daher gezwungen, seine Startelf umfassend umzustellen. Trotz Heimvorteil sieht Adrovic die SG Niederaula/Kerspenhausen in der Favoritenrolle: „Die SGNK bringt seit Jahren konstant gute Leistungen“, lobt er den Aufsteiger in die Gruppenliga, der ebenfalls mit dem klaren Ziel Halbfinale anreist. So wichtig das Weiterkommen im Pokal auch wäre – Adrovic macht deutlich, dass sein Fokus auf der in zwei Wochen beginnenden Saison liegt: „Klar will man ins Halbfinale, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf der normalen Serie“, erklärt der ESV-Trainer abschließend. Die Voraussetzungen für einen spannenden Pokalabend sind jedenfalls gegeben.
Im zweiten Spiel des Abends trifft die FSG Braach/Baumbach um 19 Uhr auf die SG Haselgrund/Breitenbach. Beide Teams stehen sich auch im regulären Ligabetrieb gegenüber – eine Rivalität mit Spannungspotenzial, beide Sportplätze liegen Luftlinie nur etwa sieben Kilometer voneinander entfernt. In der vergangenen Saison trennte beiden Mannschaften in der Tabelle außerdem lediglich ein einziger Punkt. Die Voraussetzungen für ein ausgeglichenes und spannendes Duell um den Einzug ins Halbfinale könnten also kaum besser sein.
