Eine neue Spielgemeinschaft bringt immer neue Herausforderungen mit sich: Unter der SG Kuppenrhön spielt ab dieser Saison der TSV Ransbach, der in der abgelaufenen Saison die Meisterschaft in der B-Liga feierte, mit der bisherigen SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain. Für den neuen Trainer Harry Blaurock eine große Aufgabe: „Ein Wir-Gefühl zu erzeugen, ist die Hauptaufgabe“, so Blaurock, der bislang aber sehr zufrieden ist. „Es funktioniert alles sehr gut. Wir haben eine gute Mischung“. Neben einigen talentierten Spielern gesellen sich erfahrene Akteure, wie beispielsweise Patrick Schleinig, zum Kader, die Know-How in das Team einfließen lassen können. „Patrick ist ein erfahrener Spieler, der das Ganze lenkt und seine Erfahrung sehr gut einbringen kann. Ich bin sehr zuversichtlich“.
Ein Ziel will das Team noch definieren, der Coach allerdings möchte in der Zukunft eine Liga höher mit dem Team angreifen. „Wir bauen keinen Druck auf, direkt hoch zu müssen. Es muss erst alles wachsen“, nimmt Blaurock den Dampf raus. Am Mittwoch erwartet der Trainer erstmal eine schwere Aufgabe gegen klar favorisierte Hönebacher. „Sie bauen längere Zeit auf junge und talentierte Spieler. Sie sind schon sehr gefestigt“, so Blaurock. Den ein oder anderen Spieler des RSV kennt der Coach sogar noch aus seinen Zeiten als Jugendtrainer bei der JSG Nördliche Kuppenrhön – so beispielsweise Nikolai Fischer. „Er ist ein großes Talent“. Trotz der Underdog-Rolle möchte sich der Kuppenrhön-Coach aber nicht verstecken. „Wir werden versuchen, unseren Fußball zu spielen, auch wenn wir der krasse Außenseiter sind“. Personell müsse er bislang auf Jörn Rosenthal und Nico Wiesenthal verzichten. Hinter einem Einsatz von Schlussmann Nico Rudolph steht derzeit noch ein Fragezeichen.
„Sie sind auf jeden Fall eine Wundertüte“, beschreibt wiederum Enis Adrovic die neue SG und traut Kuppenrhön eine große Zukunft zu. Zudem hätte der Gegner mit Blaurock einen erfahrenen Trainer an der Seitenlinie. „Der Name sagt schon sehr viel aus. Harry hat sehr gute Arbeit in der Kuppenrhön-Jugend geleistet“, lobt Adrovic seinen Gegenüber. In der ersten Pokalrunde wurde der ESV seiner Favoritenrolle gerecht und schlug gegen Ludwigsau mit 5:0. Die neue SG überraschte mit einem deutlichen 6:1 gegen Kreisoberligist Gudegrund. Für Adrovic und Hönebach eine Warnung, dass alles andere als ein Selbstläufer wartet. „Die Spiele, die sie bisher gespielt haben, haben sie gut absolviert. Ich denke, dass da etwas auf uns zukommt“, erwartet der ESV-Coach kampfstarke Hausherren. „Sie werden nicht ins offene Messer rennen, hinten kompakt stehen und auf Konter lauern“. Personell müsse Adrovic auf einige Akteure verzichten. Unter anderem auf Luis Kallenbach, Hendrik Hirschfeld, Niklas Kerst und Jan-Luca Schwachheim oder Janis Mellen. Dennoch sich der Übungsleiter mit der aktuellen Vorbereitung zufrieden. „Die Trainingsbeteiligung ist top, wir hatten bislang kein Training unter 20 Leuten. Auch das Trainingslager stimmt mich positiv“.
Eine halbe Stunde später stehen sich noch KOL-Absteiger Cornberg/Rockensüß und Braach/Baumbach gegenüber. Bereits in der ersten Runde konnten sich die Gastgeber gegen den A-Ligisten Wildeck mit 4:1 souverän durchsetzten. Für Braach/Baumbach ist es das erste Spiel im Kreispokal, da Kleinensee/Widdershausen in Runde eins nicht angetreten war.
Kreispokal Hersfeld/Rotenburg – Zweite Runde
Mittwoch
19 Uhr
Kuppenrhön – Hönebach (in Schenklengsfeld)
19.30 Uhr
Cornberg/Rockensüß – Braach/Baumbach (in Rockensüß)
