Schon seit dem 12. Juli ist der in Israel geborene Darsa im Königreich zu Gast und unterweist dort jeden Tag Krav Maga-Schüler, die unter anderem extra aus China, Taiwan, Belgien oder Österreich angereist sind. Der heute 53-Jährige Darsa begann bereits im Alter von 13 Jahren mit der Selbstverteidigungssportart und ging selbst bei Eyal Yanilov in die Lehre – der wiederum der engste Schüler des Krav Maga-Entwicklers Imrich Lichtenfeld war. Nun gibt Darsa seine Expertise an die Teilnehmer des Trainingscamps weiter. „Selbst hoch graduierte Kämpfer können von ihm noch etwas lernen, er ist international anerkannt und zweifellos einer der Besten seines Fachs“, freute sich Florian Bagus, Abteilungsleiter der Judo- und Krav Maga-Abteilung des TV Flieden, dass er Darsa für das Trainingscamp gewinnen konnte.
Bagus, selbst begeisterter Kravist, absolvierte seinen Trainerlehrgang unter der Leitung von Amnon Darsa, so sei der Kontakt zustande gekommen. „Und dann habe ich ihm einfach mal geschrieben“, schmunzelte Bagus: „Für ein paar Tage wird Flieden so gewissermaßen das Zentrum des Krav Maga.“ Darsa selbst war ebenfalls begeistert, die Teilnehmer in Flieden unterweisen zu können. „Es ist schön zu sehen, dass hier so viele internationale Teilnehmer trainieren, die sich auf hohem Niveau verbessern wollen“, so der 53-Jährige: „Viele hier bewegen sich auf ganz unterschiedlichen Leveln, aber ich bin sehr zufrieden mit der Leistung.“ Am Ende des Camps wird es für einige der besten Kravisten noch ein Leveltesting geben: Bei der Selbstverteidigungstechnik, die seinen Ursprung im israelischen Geheimdienst Mossad hat, gibt es drei verschiedene Levelstufen zu erreichen: Practitioner Level, Graduate Level und Expert Level. Um den höchsten Rang zu erreichen, sind in der Regel mindestens fünf Jahre regelmäßiges Training notwendig.
