Die Gäste hätten dem Favoriten jedoch einen Strich durch die Rechnung machen können: Nach einer knappen Stunde stand es immer noch „nur“ 0:1 aus Sicht des Teams von Trainer Ernest Veapi, der urlaubsbedingt jedoch von seinem Bruder Enis vertreten wurde. Dieser brachte nach 56 Minuten Nils Wenzel – und der hätte nur drei Minuten später ausgleichen müssen. Steinbachs Torhüter Niklas Barthel war schon geschlagen, doch der SVS bekam den Ball noch vor der Linie geklärt. Im direkten Gegenzug erhöhte Homan Halimi dann nach feiner Flanke vom ebenfalls eingewechselten Lukas Gemming – Deckel drauf. „Das war vielleicht der Knackpunkt. Wenn wir da das 1:1 machen, geht das Spiel vielleicht anders aus“, meinte auch Enis Veapi: „Wir haben es gut gemacht und Steinbach Paroli geboten. Damit können wir zufrieden sein.“ Halimi und Gemming, diesmal als Torschütze statt Vorlagengeber, schraubten das Ergebnis in der Schlussphase noch in die Höhe. „Wir haben das heute geduldig gemacht. Aber Niederaula hat gut verteidigt und immer wieder Nadelstiche nach vorne gesetzt“, analysierte SVS-Trainer Petr Paliatka. „Nach dem 2:0 war das Spiel dann durch, mit den weiteren Toren haben wir uns nochmal belohnt.“
Alexander Reith brachte den Favoriten im ersten Durchgang in Führung – und wie: Der Spielmacher schoss einen Freistoß von der Strafraumkante wuchtig aufs Tor, Niederaulas Schlussmann Marvin Freisinger war zwar noch dran, konnte den Einschlag jedoch nicht verhindern. Die Führung hatte sich überdies angedeutet. Schon nach einer knappen Viertelstunde konnte sich Freisinger nach einem verunglückten Abwehrversuch erstmals auszeichnen, fünf Minuten später köpfte Lukas Hildenbrand nach einer Ecke nur knapp vorbei (20.). Die Gastgeber meldeten sich durch Luis Veapi erstmals an, wenig später erzielte Max Schäfer sogar den vermeintlichen Ausgleich – die Fahne des Assistenten ging jedoch zu Recht hoch. Steinbach hatte dennoch wesentlich mehr vom Spiel. Immer wieder ging es über Alex Reith, der erst am vergangenen Sonntag sein Comeback nach langer Verletzungspause gefeiert hatte – und nun bereits im zweiten Spiel in Folge traf. Im Anschluss an den Führungstreffer probierte es der SVS-Kapitän noch zwei Mal aus der Distanz, diese Versuche fanden jedoch nicht den Weg ins Tor. Mit der knappen Gästeführung ging es dann in die Pause – bevor Steinbach im zweiten Durchgang nochmal das Tempo anzog und so verdient in Runde zwei steht. Dort wartet nun der SV Neuhof oder die Spvgg. Leusel.
Einen kleinen Wermutstropfen musste der SVS dennoch schlucken: Akif Kovac musste zur Pause verletzungsbedingt in der Kabine bleiben, nachdem dem ehemaligen Barockstädter ein Gegenspieler unabsichtlich auf den Fuß gefallen war. „Er hat am Mittwoch MRT-Termin, wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist“, bangte Petr Paliatka abschließend um den Offensivakteur.
Niederaula/Kerspenhausen: Freisinger; Völker, Bernt, P. Chomicz (56. Wenzel), Veapi, Wozniak (46. Ickler), Jäger, S. Chomicz, Schäfer (83. Skoupy), Sorg, Kager – Fischlein, , Rohrbach, Hanke,
Steinbach: Barthel; Hartung (64. Winges), T. Wiegand, F. Wiegand, Kehl (64. Hennighausen), Halimi, Koch (44. Brähler), Hildenbrand, Reith, Kovac (46. Böckner), Ay (56. Gemming).
Tore: 0:1 Alexander Reith (22.), 0:2 Homan Halimi (60.), 0:3 Homan Halimi (84.), 0:4 Lukas Gemming (90.)
