Fußball 30.07.2025

Hessenliga – HSV eröffnet die Runde – Halbe Liga will oben mitmischen

Osthessen (pf) – Eine bunt gemischte Fußball-Hessenliga startet in die Spielzeit 2025/26. Das Eröffnungsspiel darf der Hünfelder SV am Freitagabend (19 Uhr) zuhause gegen den KSV Baunatal bestreiten – ein Knaller zum Auftakt, doch der HSV ist nach dem Steinbacher Abstieg der einzige osthessische Vertreter in Hessens Beletage. Umso mehr wollen sich die Hünfelder auch in der neuen Saison wieder gegen die besten Teams des Landes behaupten – mit einem großen Gemeinschaftsgefühl und etwas neuer Magie.

Jemal Kassa ist zurück beim Hünfelder SV. Er sowie Neuzugang Petr Paliatka jr (unten) und die gesamte Mannschaft freuen sich auf den Auftakt gegen Baunatal am Freitagabend. Fotos: Christine Görlich, Jasha Günther

Die Vorfreude ist gefühlt in der gesamten Haunestadt spürbar: Als Aushängeschild des eigenen Kreises und eines von zwei der ganzen Region Fulda startet der Hünfelder SV in die dritte Hessenliga-Saison in Serie. Platz sieben und Platz acht wurde es in den vergangenen beiden Jahren, und auch in der bevorstehenden Spielzeit könnte sich der HSV in diese Region einsortieren – wenngleich der Anspruch immer sei, sich zu verbessern: „Aber man darf nicht außer Acht lassen, dass es sieben oder acht Mannschaften gibt, die von der Kaderzusammenstellung her Aufstiegsambitionen anmelden“, warnt Trainer Johannes Helmke vor geballter Qualität in der Hessenliga: „Und das ist, ohne lange nachzudenken, nicht mal untertrieben“.

Seine Hünfelder zählt Helmke, zumindest was das Aufgebot angeht, nicht dazu – einige junge Spieler haben den Kader verstärkt, Abgänge wie Kevin Krieger mussten kompensiert werden. „Natürlich wollen wir uns immer irgendwie verbessern und weiterentwickeln“, sagt der Trainer: „Aber wenn sieben oder acht Mannschaften oben um zwei Plätze kämpfen, gibt es natürlich auch entsprechend viele Enttäuschungen“. So wolle der HSV für sich Woche für Woche Punkte sammeln. „Immer wieder, und versuchen, diese Topteams zu ärgern“, unterstreicht der Coach.

Mit der Vorbereitung konnte der Hünfelder Trainer soweit zufrieden sein: Nicht nur der 2:0-Sieg gegen die SG Barockstadt war bemerkenswert, sondern auch die Intensität im Training: „Wir haben sehr gut trainiert. In den Spielen hatte jeder die Möglichkeit, sich zu zeigen. Natürlich waren ein paar Schwankungen dabei, das ist aber normal und auch der Belastung geschuldet“, so Helmke. Auch die Neuzugänge konnten sich bestens beweisen und integrieren – allen voran Rückkehrer Jemal Kassa, der seine Magie öfters aufblitzen ließ, zuletzt aber wegen einer freudigen Familienangelegenheit fehlte. Zum Auftakt soll er wieder zurück sein.

Stichwort Auftakt: Das erste Hessenliga-Spiel der neuen Saison darf der HSV bestreiten und lädt auf die Rhönkampfbahn den KSV Baunatal zum Tanz. Die Nordhessen gelten nicht unbedingt zu den allerersten Favoriten auf den Titel, zu denen Helmke beispielsweise die Eintracht-U21, Gießen, Fernwald, Stadtallendorf, Friedberg oder Walldorf zählt, aber dennoch zum festen Hessenliga-Inventar: „Wir kennen uns gegenseitig, wissen, dass Baunatal sehr robust und erfahren ist. Alle nehmen sich was vor, wir natürlich auch: Wir wollen unsere Intensität auf den Platz kriegen und schauen, dass wir den Heimspiel-Bonus ausschöpfen. Es wird ein 50:50-Spiel, aber wir wollen es natürlich positiv bestreiten“.

Bis auf Boas Kümmel, bei dem noch ärztliche Untersuchungen unter anderem wegen Adduktorenproblemen anstehen, hat Helmke alle Mann an Bord. Spieler wie Nicolas Häuser oder Luca Uth haben zwar noch etwas Trainingsrückstand, doch der Coach ist froh über „verschiedene Möglichkeiten“, wenngleich das grobe Gerüst bereits stehe. Doch da lassen sich die Hünfelder nicht vor Freitagabend in die Karten schauen. Was sicher ist: Dass sich der gesamte Verein freut: „Es ist das erste Spiel in der Region nach der Sommerpause, wo es wieder richtig um was geht. Das passt sehr gut“, sagt Helmke und hofft auf eine entsprechende Kulisse.

Der erste Spieltag hält ansonsten noch weitere Topspiele bereit: Mit der Eintracht und Walldorf treffen sich am späteren Freitagabend zwei bockstarke Teams. Der zweite Regionalliga-Absteiger aus Gießen spielt am Samstag beim Neuling SV Hummetroth. Der amtierende Meister FSV Fernwald, der sich infrastrukturell für einen möglichen Aufstieg in Zukunft rüstet, erwartet mit Eintracht Stadtallendorf einen Gegner, der personell auch mächtig zugelegt hat – unter anderem kam Stürmer Jacob Pistor als Königstransfer aus Waldgirmes an den Herrenwald, dazu mit Loris Weiss ein Regionalliga-erfahrener Mann. Türk Gücü Friedberg startet nach der verlorenen Aufstiegsrelegation den nächsten Angriff und hat mit Darmstadts U21 ebenfalls einen Brocken zum Start erwischt. Nordhessen-Aufsteiger CSC Kassel spielt am Sonntag gegen Marburg, der dritte Aufsteiger TuBa Pohlheim startet gegen Waldgirmes.

 

Hessenliga

 

Freitag

19 Uhr

Hünfelder SV – Baunatal

20 Uhr

Eintracht Frankfurt U21 – Rot-Weiß Walldorf

 

Samstag

15 Uhr

Hanauer FC – Weidenhausen

Fernwald – Stadtallendorf

Türk Gücü Friedberg – Darmstadt 98 U21

17.30 Uhr

Hummetroth – FC Gießen

 

Sonntag

14.30 Uhr

TuBa Pohlheim – Waldgirmes

15 Uhr

CSC Kassel – VfB Marburg

Eddersheim – SC Hanau