„Ich glaube, ich kenne 95 Prozent der Spieler bereits“, schmunzelte Kopp, fügte jedoch an, sich erstmal einen Eindruck verschaffen zu wollen. Immerhin habe er zuletzt pausiert. „Das wird auf jeden Fall eine Umstellung. Ich war nach den Aufgaben im Jugendbereich ausgebrannt, habe aber jetzt richtig Lust darauf, mit der Mannschaft zu starten.“ Kopp hatte im Sommer von Dominik Möller übernommen, der sein Amt aus privaten Gründen niederlegen musste. „Eine glückliche Fügung für mich, dass der Verein dann auf mich zugekommen ist“, freute sich Kopp, der die ihm noch unbekannten Spieler nun erstmal kennenlernen will, bevor es in die Vollen geht – sofern das möglich ist. „Irgendwie kommt die Vorbereitung doch zur Unzeit. Die Pause war kurz, die Spieler hatten nicht lange frei und es stehen auch noch einige Urlaube an. Gerade was die Taktik angeht muss ich also schauen, wer mir zur Verfügung steht.“ Nicht mehr mit dabei sind Landry Aquiteme, den es beruflich nach Freiburg gezogen hat, sowie Linus Gaube (Bronnzell) und Urgestein Sebastian Ebert, der als Spielertrainer zum TV Neuhof gewechselt ist. „Das ist natürlich beides sehr schade, gerade Sebastians Entscheidung kann ich aber voll verstehen“, bedauerte Kopp die Abgänge. In Bezug auf mögliche Neuzugänge laufen die Planungen in Großenlüder derzeit noch, bislang steht einzig Steffen Lüdicke fest, der vom Verbandsligisten Eichenzell zur Teutonia wechselt.
„Wir wollen uns jetzt sukzessive reinarbeiten, ich bin aber ein Trainer, der schon viel Wert auf das Spiel mit dem Ball und die Fitness legt, das ist eigentlich das A und O. Natürlich kommt es immer darauf an, ich will aber weg von diesem klassischen ‚Ball hinten rausschlagen‘, was man ja teilweise sieht“, sagte Kopp zu seiner Spielphilosophie, die der Trainer in Großenlüder in der Vorbereitung implementieren will. „Dann kann das eine gute Saison werden in einer extrem interessanten Liga. Ich denke, es werden wieder fünf oder sechs Mannschaften vorne mit dabei sein und der Rest wird versuchen, irgendwie über dem Strich zu landen“, erläuterte Kopp, der jedoch betonte, nichts mit dem Abstieg zu tun haben zu wollen. „Im Verein haben wir natürlich noch nicht über die Ziele gesprochen, aber meine persönliche Meinung ist, dass ein guter Mittelfeldplatz durchaus möglich ist. Vielleicht ist das ambitioniert, aber ich wäre in meinen Augen kein guter Trainer, wenn ich sagen würde, es geht nur um den Klassenerhalt. Von nichts kommt nichts, wir wollen in jedem Fall aber schnell weg von dem gefährdeten Bereich.“
Die Testspiele in der Übersicht:
So., 29. Juni, 18 Uhr: TV Neuhof (in Großenlüder)
Sa., 5. Juli, 17 Uhr: SG Lauter (in Großenlüder)
So., 6. Juli, 14 Uhr: Eichenzell (in Großenlüder)
Mi., 9. Juli: 19 Uhr: Schlitzerland (in Schlitz)
So., 13. Juli, ab 12 Uhr: Ortsmeisterschaften (in Bimbach)
So., 27. Juli, 15 Uhr: Johannesberg (in Johannesberg)
