„Unsere Kritik verstand sich nicht als grundsätzliche Ablehnung der Arbeit der Gemeindeverwaltung und des gemeindlichen Bauhofes, sondern als Anstoß für ein zeitgemäßes Flächenmanagement, das ökologische Aspekte stärker berücksichtigt“, so Fraktionsvorsitzender Joachim Nophut. „In einer konstruktiven Auseinandersetzung sehen wir die Chance, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl dem Insektenschutz als auch dem lokalen Wasserhaushalt in Zeiten des Klimawandels Rechnung tragen. Und – wir erleben ja gerade sehr heiße Tage: Die Kühlung der Mikroklimas durch den Bewuchs ist ebenfalls ein wichtiger Faktor“.
Anliegen der Grünen ist es, bei der Flächenpflege ein grundsätzliches Umdenken anzuregen. Es geht nicht um einzelne Flächen, sondern um ein neues Flächenpflegekonzept, das die Umwelt- und Klimabelange stärker berücksichtigt. „Alle nicht intensiv genutzten Gemeindeflächen sollten, wo immer möglich, seltener gemäht werden“, sagte der Fraktionsvorsitzende weiter: „Die Erfahrungen vieler Kommunen zeigen, dass ein differenziertes Mähkonzept nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft sein kann.“
Für die Umsetzung eines naturnahen Flächenmanagements gibt es bereits zahlreiche bewährte Konzepte. Die Auswahl geeigneter Blühflächensaaten und die fachgerechte Pflege können in Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde erfolgen, zu der laut Bürgermeisterin Hauke bereits enge Kontakte bestehen. Um die Bevölkerung für das Thema zu begeistern, habe die Fraktion bereits einen Plan. „Gezielte Öffentlichkeitsarbeit ist ein Faktor“, erklärt Nophut. „Wenn die Bürgerinnen und Bürger sehen, welche Vorteile naturnaher Flächen für Biodiversität, Grundwasserbildung und Mikroklima für sie haben, steigt das Verständnis.“
Die Eiterfelder Grünen bieten an, sich an der Entwicklung eines zukunftsfähigen Grünflächenkonzepts zu beteiligen und dabei fachliche Expertise als auch die Erfahrungen aus anderen Kommunen einzubringen.
