Lokales FD 23.07.2025

Große Kunst im kleinen Laden: Bemalte Steine und mehr in Nüsttal

Nüsttal-Morles (fp) – Silke Kocevski aus Nüsttal-Morles verkauft seit einigen Jahren selbstgemachte Schätze und große Kunst gebannt auf kleine Steine, die sie selbst bemalt. Nachdem sie ihre Waren jahrelang immer wieder auf Märkten angeboten hatte, ging die Künstlerin kürzlich den nächsten Schritt und eröffnete Anfang Juli einen Selbstbedienungsladen auf ihrer eigenen Terrasse.

So sieht der neue Selbstbedienungsladen aus. Foto: privat

Einige Interessierte hätten sich bereits das Angebot der Nüsttalerin angesehen und auch schon etwas gekauft, erklärt Kocevski stolz, fügt aber bescheiden hinzu: „Das muss sich aber erst im Ort herumsprechen. Noch ist da nicht so viel los.“ In der kleinen Hütte in der Wartburgstraße 2, in Nüsttal-Morles, deren Front den Schriftzug „Selbstbedienungslädchen“ ziert, finden sich unter anderem selbstgemachte Perlen-Schlüsselanhänger, Stofftaschen, Kerzen mit passenden Kerzenständern aus Keraflott und vieles mehr. Einige der Waren erschafft Kocevski nicht selbst, sondern erhält diese von befreundeten Kunstschaffenden aus der Region. „Die Kerzen bekomme ich von einer netten Dame, die ich im Propsteihof kennengelernt habe und die Taschen näht mir eine Freundin.“ Besonders ins Auge stechen in dem bunten Angebot aber die kunstvoll verzierten Steine mit verschiedenen Motiven vom heimischen Lieblingshund bis zu mythischen Wesen.

„Das kam zur Corona-Zeit. Da habe ich ‚Dotting‘ auf Facebook entdeckt“, berichtet Kocevski. Weil diese Maltechnik, bei der die Kunstschaffenden Steine mit kleinen farbigen Punkten versehen, nichts für sie gewesen sei, habe sie schnell beschlossen, einfach stattdessen detaillierte Portraits und kleine Kunstwerke auf die Steine zu pinseln. „Ich war schon immer sehr künstlerisch begabt. Und das hat mir sehr viel Spaß gemacht“, erklärt sie fröhlich: „Ich habe angefangen mit Motiven, die mir gefallen. Mittlerweile mache ich aber auch Tierportraits und Verzierungssteine für Gräber.“

Fünf bis sechsmal im Jahr habe sie ihre Waren auf diversen regionalen Märkten angeboten. Da sie aber oft auch am Wochenende arbeiten musste, habe es oft terminliche Überschneidungen gegeben. Die Idee einen Selbstbedienungsladen zu eröffnen, habe sie deshalb schon länger gehabt, so die Nüsttalerin. „‚Wenn das mein Grundstück wäre, würde ich da schon lange was machen‘, habe ich immer zu meiner Vermieterin gesagt“, erzählt sie lachend: „Ihre Antwort war: ‚Ja, dann mach es doch einfach‘. Und so habe ich mir dann eine Hütte gekauft und den Laden aufgemacht.“ Das Angebot im Selbstbedienungsladen sei aber noch nicht fest, räumt sie ein: „Ich probiere noch aus, was halt so gefragt wird.“ Seit dem Anfang des Monats ist der Laden nun täglich von 8 bis 20 Uhr für die Kunden geöffnet.

Selbstbedienungslädchen in Nüsttal eröffnet. Fotos: privat