Seit 2002 werden in Fulda Störe gezüchtet, um Kaviar und auch Fleisch herzustellen und zu vertreiben. Die Firma beliefert seit über 20 Jahren Groß- und Einzelhandelskunden in der ganzen Welt und hat auch Beziehungen nach Übersee. „Etwa 80 Prozent unserer Kunden sind Großkunden“, berichtete Mesfin Belay, Gesamtbetriebsleiter der Firma Desietra, der bereits seit 1998 dort arbeitet. Gerade der amerikanische Markt sei dabei wichtig für die Fuldaer Firma. Rund 150 Tonnen Stör führt das Werk in Fulda, deutschlandweit sind es rund 1000 Tonnen bei Desietra.
Regierungspräsident Weinmeister zeigte sich bei einem Rundgang durch die Anlage sehr beeindruckt und stellte Fragen zur Aufbereitung der Fische, zur Produktion, aber auch zum Fachkräftemangel und bürokratischen Hürden. Gerade der Standort Fulda für eine Störzucht verblüffte ihn: „Wenn du jemanden fragst, kennst du einen Landwirt oder kennst du einen Forstwirt in Fulda, wird das jeder bejahen. Aber, wenn du fragst, kennst du einen Fischzüchter hier, wird keiner dazu ja sagen.“ Doch gerade darauf liege der Fokus seiner Sommerreise, betonte er weiter: „Ich will auch sehen, wie viele verschiedene Nischen es in der Lebensmittel- und Forstproduktion es gibt.“
