Leichtathletik 15.07.2025

Greta Lucia Ritz Deutsche Vizemeisterin über 400 Meter Hürden

Bochum/Hünfeld (jah/pm) – Die Hünfelder Leichtathletik-Nachwuchshoffnung Greta Lucia Ritz hat eine kleine Sensation geschafft: Bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum am vergangenen Wochenende holte die 17-Jährige die Silbermedaille über 400 Meter Hürden und krönte sich damit zur Deutschen Vizemeisterin.

Greta Lucia Ritz freute sich gemeinsam mit Trainer Rainer Hahn über den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum. Fotos: Hünfelder SV

Letztendlich war nur die Jahresbeste Lynn Pöppelmann eine Nummer zu groß für Greta Lucia Ritz: Mit einer persönlichen Bestzeit von 62,09 Sekunden lief die Leichtathletin sensationell auf Platz zwei und erfüllte sich damit einen großen Traum. Das Finale startete, bedingt durch einen Feueralarm, mit 40-minütiger Verspätung. Ritz ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn die 17-Jährige nach der achten Hürde noch auf Platz vier lag. Dank eines überragenden Schlusssprints kämpfte sich die Athletin jedoch noch auf Position zwei nach vorne – sechs Zehntelsekunden vor Marit Sander auf Rang drei.

Der Weg für Ritz bis zur Deutschen Vizemeisterschaft war jedoch steinig: Nach langer Verletzungsunterbrechung konnte die 17-Jährige erst im April diesen Jahres wieder mit dem Training starten – sorgte im Anschluss aber mit einem Ausrufezeichen nach dem anderen für Aufsehen: Hessenmeisterin der U18 über 400 Meter und 400 Meter Hürden in Fulda, Hessenmeisterin der U20 über 400 Meter Hürden in Gelnhausen und Süddeutsche Vizemeisterin über 400 Meter Hürden in Sankt Wendel im Saarland – Ritz war einfach nicht zu stoppen. Nach Bochum war Ritz am Wochenende mit der drittschnellsten Meldezeit angereist – die Erwartungen waren also entsprechend groß. Im für mehr als 50 Millionen Euro sanierten und am Samstag von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) eröffneten Lohrheidestadion musste die Nachwuchshoffnung im Vorlauf am Samstag jedoch zunächst eine Schrecksekunde überstehen: An der neunten und damit vorletzten Hürde kam Ritz ins Straucheln, die Hürde fiel – Ritz jedoch nicht. Trotz des Fehlers zog die 17-Jährige als Siegerin ihres Vorlaufs ins Finale ein, und das mit der drittschnellsten Vorlauf-Zeit aller Athletinnen. Im Finale tags darauf konnte sie sich dann ihren Traum erfüllen – und lief spektakulär zur Silbermedaille.

Bereits am Freitagabend ging in Bochum die 4x100 Meter-Staffel der WJU18 an den Start. Stark ersatzgeschwächt trat die Startgemeinschaft Hünfeld-Fulda ohne Ritz, Nika Marie Henkel und Emma Röhrdanz an – aus dem bekannten Quartett war lediglich Svea Witzel mit dabei. Allerdings zeigten Lilli Roth, Lotte Schwarz, Hanna Knieper und Witzel ebenfalls eine herausragende Leistung: Eine Zeit von unter 50 Sekunden war das Ziel, mit 49,29 Sekunden und Platz 24 in der Endabrechnung lieferte die Staffel ein richtig gutes Rennen ab.