Lokales FD 26.07.2025

Einzug am Waldschlösschen ab November – Hotel öffnet 2026

Fulda (sk) – Auf dem Areal am Waldschlösschen wird noch gebaut, aber schon im November sollen die ersten Bewohner einziehen und zur nächsten Sommersaison sollen dann auch Gastronomie und Hotel den Betrieb aufnehmen. Dies und mehr zu dem Projekt erfuhren Kommunalpolitiker und interessierte Bürger am Donnerstagabend bei einem Besuch auf der Baustelle zu dem die Fuldaer CDU im Rahmen ihrer Reihe „CDU vor Ort“ eingeladen hatte.

Foto: Stefan Krug.

Neben dem historischen Gebäude, welches – anders als der Name vermuten lässt – nie ein Schloss oder Schlösschen war, sind zwei Gebäude mit 30 Wohneinheiten entstanden, welche fast alle barrierefrei sind, wie Stefan Grauel, ehrenamtliches Magistratsmitglied, erläuterte. In die Tiefgarage passen 35 Fahrzeuge. Beim Bau sei versucht worden, auf die Natur Rücksicht zu nehmen: „Wir haben es sogar geschafft den alten Ahornbaum zu erhalten.“ Stefan Storch und Max Reith vom ausführenden Architekturbüro Reith und Wehner erläuterten die geplante Gastronomie mit drei Veranstaltungsräumen für bis zu 90 Gäste, Biergarten und angeschlossenem Hotel mit 25 Zimmern. Mit Dirk Schütrumpf wurde ein in der Region bekannter Hotelier als Betreiber gefunden, der sich auf die Eröffnung freut: „Die Zimmer sollen mit Selbstcheck jederzeit problemlos erreichbar sein. Ansonsten soll es in der Woche, gerade wegen der Lage am ICE-Bahnhof, hier Tagungen geben und am Wochenende hoffen wir auf private Feiern.“ Der Biergarten biete 120 Plätzen und es ist etwas geplant, das es so bisher in Fulda nicht gibt – eine Gastwirtschaft in der nur Augustiner-Bier ausgeschenkt wird. „Das wir vielleicht dem ein oder anderen aus der Region nicht schmecken, aber wir wollten etwas Neues, etwas Anderes machen“, so Schütrumpf.

Von den Wohnungen werden einige mietpreisgebunden für 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet. Bürgermeister Dag Wehner betonte dabei die städtische Förderung: „Im sozialen Wohnungsbau sind wir in Fulda im Vergleich zu anderen Kommunen auf hohem Niveau. Die städtische Förderung ist dabei ein wichtiger Baustein. Das geht aber nur, wenn es Investoren gibt, die da in Vorleistung gehen.“ Investor Martin Geisendörfer stimmte dem zu: „Das geht sich mit der kommunalen Förderung gerade so aus. Wir sind aber froh, auch im sozialen Wohnungsbau investieren zu können.“ Weniger begeistert war Geisendörfer über die überbordende Bürokratie gerade für Bauherren: „Es wäre wichtig die ganzen Reglements etwas einzuschränken, damit das Bauen für alle wieder möglich wird.“ Unabhängig davon, dass er der Stadt für ihre Unterstützung dankte, ohne die der schnelle Baufortschritt nicht möglich gewesen wäre, nannte er dazu ein Beispiel: „Obwohl im Keller nie eine Fledermaus gesichtet wurde oder Fledermauskot gefunden wurde, sind wir in der Baugenehmigung verpflichtet worden einen Fledermaustunnel zu bauen.“ Die Kosten nur dafür hätten 160.000 Euro betragen.

„CDU vor Ort“ am Waldschlösschen. Fotos: Stefan Krug.