Lokales HEF 27.07.2025

Ein Kultklassiker erneut in der Stiftsruine: „Wie im Himmel“

Bad Hersfeld (pm/as) – Ein weiteres Highlight präsentierten die Bad Hersfelder Festspiele in dieser Saison: Am Freitag brachte Festspiel-Intendant Joern Hinkel mit Bad Hersfelder Chören und vielen Stars die Schauspielversion des Erfolgsfilms „Wie im Himmel“ noch einmal auf die Bühne der Stiftsruine.

Sandy Mölling (Mitte), Brigitte Grothum (links) und Helena Charlotte Sigal (rechts). Foto: Steffen Sennewald

Von links: Peter Englert und Helena Charlotte Sigal. Foto: Johannes Schembs

„Energiegeladen und nahbar, voller Menschlichkeit, toller Musik und Liebe fürs Detail“, hieß es in einer Kritik nach der Premiere von „Wie im Himmel“ Im vergangenen Sommer. Und weiter: „Das Stück setzt vor allem auf tiefe Emotionen, Symbolik und musikalische Gänsehaut-Momente.“ Standing Ovations und Begeisterungsstürme in fast jeder Aufführung!

Helena Charlotte Sigal und Henry Arnold erhielten für die Darstellung ihrer Rollen Lena und Daniel den Großen Hersfeldpreis 2024 der Stadt Bad Hersfeld und der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine. Die Jury, bestehend aus Kritikern namhafter Medien, vergab darüber hinaus einen der beiden Hersfeldpreise 2024 an den Chor unter Leitung von Helgo Hahn in Joern Hinkels Inszenierung.

Neben Helena Charlotte Sigal und Henry Arnold treten Ex-No-Angles-Sängerin Sandy Mölling, „Tatort“-Star Jürgen Hartmann, „Lindenstraße“-Star Thorsten Nindel, die Schauspiel-Legenden Brigitte Grothum und Walter Kreye auf. Auch Bettina Hauenschild, Anna Graenzer, Günter Alt, Marina Lötschert, Wolfgang Seidenberg, Peter Englert und Mathias Znidarec sind keine Unbekannten für das Publikum der Bad Hersfelder Festspiele, sie sind zum Beispiel in dieser Saison auch in „Sommernachtsträume“ zu erleben.

Festspiel-Intendant Joern Hinkel inszeniert bei den Bad Hersfelder Festspielen den Kultklassiker „Wie im Himmel“ nach der Schauspielfassung von Kay Pollak (Deutsch von Jana Hallberg). „Wie im Himmel“ ist die Geschichte des berühmten Dirigenten Daniel Daréus, der sich nach einem Herzinfarkt im Winter in sein schwedisches Heimatdorf zurückzieht. Hier lässt er sich dazu überreden, den kleinen Kirchenchor zu dirigieren. Dabei wird ihm wieder bewusst, was ihm Musik einmal bedeutet hat und was im Leben wirklich wichtig ist.

Regisseur Joern Hinkel zu der Inszenierung, für die auch Schneemaschinen eingesetzt werden: „Bei den sommerlichen Bad Hersfelder Festspielen beginnt die Geschichte von `Wie im Himmel‘ mit Schneefall und einem Lucia-Fest der besonderen Art. Das Publikum erlebt ein Gemeindefest, das zu selbstgespielter Country-Musik aus den Fugen gerät. Es wird geliebt, gefeiert und geprügelt in dem schwedischen Ort Lysaker. Daniel, der von sich selbst behauptet, er sei nicht fähig zu lieben, wird eine ganze Reihe unvergesslicher Liebeserklärungen miterleben, bis er selbst in der Lage ist, die berühmten drei Worte auszusprechen … “

Neue Musik und schwedische Requisiten

In der Apsis der Stiftsruine ist ein Birkenwald mit echten Bäumen aufgebaut, der an die skandinavischen Wälder erinnert. Das Bühnenbild stammt von Jens Kilian, Die Requisitenabteilung (Leitung: Doris Engel) der Bad Hersfelder Festspiele hat schwedische Lebensmittel, Einkaufstüten, Verpackungen, Plakate und Poster so authentisch wie möglich zusammengestellt. Die Kostüme für die verschiedenen Jahreszeiten, in denen das Geschehen stattfindet, hat Kerstin Micheel entworfen.

Die Musik wurde - mit Ausnahme eines symphonischen Satzes von Anton Bruckner - ausnahmslos von Jörg Gollasch extra für die Inszenierung komponiert.

74. Bad Hersfelder Festspiele

20. Juni bis 18. August 2025

Intendant Joern Hinkel