Lokales FD 30.07.2025

DRK-Notfallsanitäter bei RTL II – Fernsehteam begleitet Nachtdienst

Fulda (fp) – Daniel Zeier (49) und Theresa Schenk (25) sind ab kommender Woche Donnerstag bei RTL II zu sehen. In der Doku-Serie „Mensch Retter – Nachtschicht“ wird nun schon zum dritten Mal gezeigt, wie der Alltag der Notfallsanitäter beim DRK Fulda aussieht. Dafür wurden sie im Juni 2024 von einem Filmteam von „Janus TV“ insgesamt sechs Nächte lang begleitet und haben da wieder einiges erlebt.

Von links: Die beiden Notfallsanitäter Daniel Zeier und Theresa Schenk wurden in ihrem Alltag von einem Team von RTL II begleitet. Abteilungsleiter Heinz-Peter Salentin hat aber auch schon Kamera-Erfahrung. Foto: Felix Pillat

Die Notfallsanitäter des DRK sind Tag und Nacht im Einsatz und helfen Menschen, wenn es diesen schlecht geht. Für Daniel Zeier ist das seit nun mehr 30 Jahren Alltag. Bereits zum dritten Mal wurde der 49-Jährige im vergangenen Jahr von einem Filmteam bei seiner Arbeit begleitet. Mittlerweile sei das für ihn schon fast Routine geworden, wie er berichtet. „Beim ersten Mal war es schon heftig drei oder vier Tage am Stück immer Leute, um dich herumzuhaben“, erklärt er. Gerade bei der Arbeit stetig beobachtet zu werden sei ungewohnt und und der dadurch entstehende zusätzliche Leistungsdruck, habe ihm die ersten Male stark zugesetzt. „Aber irgendwann schiebst du die Anfangsprobleme und deine Ängste einfach beiseite“, fügt er lachend an. Selbst mit der vielen Technik seien die beiden Notfallsanitäter immer besser klargekommen. „Irgendwann blendest du aus, dass du ein Mikro umhast und das so viele Leute dabei sind“, sagt seine Kollegin Theresa Schenk. Die 25-Jährige war zum ersten Mal bei einem solchen Dreh dabei, Probleme habe sie aber wenige gehabt, führt sie an: „Es war natürlich aufregend und stressig, aber trotzdem auch eine sehr schöne Erfahrung.“

Eine Herausforderung sei beispielsweise der Datenschutz gewesen, wie die beiden erläutern: „Du musst ja bei jedem Einsatz erstmal den Leuten erklären, dass du ein Kamera-Team dabeihast und um Erlaubnis fragen.“ Zur großen Überraschung der Rettungskräfte habe dahingehend kein Problem seitens der Patienten bestanden. Alle hätten sich sehr kooperativ gezeigt und das Kamerateam hereingewunken. „Da war echt keiner dabei, der gemeckert hat“, freut sich Zeier. Auch wenn ein Angehöriger wohl doch etwas über die Stränge geschlagen habe, wie Schenk schmunzelnd anmerkte: „Da war ein Mann, der uns in Unterhose entgegenkam. Der ließ sich auch nicht überreden, eine Hose anzuziehen.“

Auch ein starkalkoholisierter Mann, der eine Operation an seiner Lippe ganz ohne Narkose über sich ergehen ließ, konnte die beiden Notfallsanitäter nicht weiter schocken. Für sie gehören Szenarien wie diese fast zum Alltag. „Es war eigentlich der übliche Durchschnitt an Einsätzen“, berichtet Zeier mit Blick auf die Nachtschichten, während derer gedreht wurde: „Das normale Rettungsdienstleben einfach.“ Genau das wollten die beiden auch gerne nach außen kommunizieren, sagt er: „Wir wollen einfach zeigen, wie unser Alltag aussieht.“

Gerade das sei auch das Gute an dem RTL II-Format, betont Abteilungsleiter Heinz-Peter Salentin: „Es ist wirklichkeitsnah. Es gibt so viele Sendungen im Nachmittagsfernsehen, die aus der Luft gegriffen sind und nichts mit dem Alltag der Rettungskräfte zu tun haben. Da ist ‚Mensch Retter – Nachtschicht‘ deutlich näher dran.“ Er selbst stamme aus Nordrhein-Westfalen und habe bereits einige Male in Fernsehsendungen mitgewirkt, erzählt er: „Ich war schon Notarzt bei ‚Alarm für Cobra 11‘ und beim ‚Tatort‘.“ Als Abteilungsleiter hat er den Dreh für die RTL II-Doku über die Jahre immer wieder mitverfolgt und lobt das Team von „Janus TV“ für dessen professionellen Umgang mit den Kollegen und auch den Patienten. „Sie haben das wirklich sehr gut gemacht. Auch mit dem Thema Datenschutz sind sie sehr gut umgegangen“, hebt er hervor. Diese Qualität habe sich auch über die vergangenen Male gehalten, weswegen das DRK Fulda nach der Anfrage im Frühling vergangenen Jahres auch schnell einer weiteren Kooperation zugestimmt habe. Die Begeisterung beruht offenbar auch auf Gegenseitigkeit, wie der Abteilungsleiter stolz erklärt: „Die wollten auch direkt wieder den Herrn Zeier.“ Das Feedback in den sozialen Medien für die Sendung sei sehr gut gewesen. „Daniel kam offenbar gut an“, lacht er.