Lokales FD 22.07.2025

Bewaffneter Raub in Edelmetallshop – Prozessauftakt gegen Fuldaer

Fulda (fp) – Wegen Raub in Tateinheit mit räuberischer Erpressung musste sich am Dienstagmorgen ein Fuldaer vor dem Landgericht Fulda verantworten. Er war im vergangenen Juli mit einer Waffe in einen Edelmetallshop am Gemüsemarkt gegangen und hatte dort Wertgegenstände im Wert von circa 112.000 Euro sowie Bargeld in Höhe von 14.530 Euro geraubt. Beim Prozessauftakt schwieg der Angeklagte nach der Verlesung der Anklageschrift.

Der Angeklagte (links) im Gespräch mit seinem Verteidiger (rechts). Fotos: Felix Pillat

Es klingt nach einem Raubüberfall wie aus einem Film: Ein Mann kommt mit einer Waffe in einen Laden und zwingt die Angestellten den Tresor zu öffnen. Das ging aus der Anklageschrift, verlesen von der Staatsanwaltschaft am Landgericht Fulda, hervor. Der Angeklagte sei am 18. Juli 2024 mit einer Pistole und einem Rollator in den Edelmetallshop Metallorum am „Gemüsemarkt 11“ in der Fuldaer Innenstadt gegangen, und hätte den beiden Angestellten des Ladens die Waffe vorgehalten und Geld sowie Wertgegenstände gefordert. Dabei schreckte er offenbar auch nicht vor Gewalt und Drohungen zurück, denn wie die Staatsanwältin weiter verlas, habe er auch nach Kooperationsbereitschaft, den beiden Zeuginnen Schaden zugefügt. „Er ging wieder zurück in den Eingangsraum und packte dabei eine der beiden Zeuginnen so heftig, dass ihr BH zerriss“, hieß es dort in der Anklageschrift. Danach habe er eine der beiden Angestellten unter vorgehaltener Waffe dazu gezwungen, den Tresor zu öffnen und ihm dort gelagerte Wertgegenstände, wie Schmuck, Gold- und Silberbarren, sowie einiges Bargeld zu übergeben. Anschließend soll er die Angestellten dazu gebracht haben, das gleiche unter der Ladentheke zu wiederholen. Bevor der Angeklagte das Geschäft verlassen habe, soll er nun die beiden Angestellten gefesselt und sie dann aufgefordert haben, bis 1000 zu zählen. Dann verstaute er seine Beute in seiner Gehhilfe und verließ den Edelmetallshop. Knapp drei Wochen später wurde der Angeklagte verhaftet und befinde sich seitdem in der Justizvollzugsanstalt Fulda in Untersuchungshaft, so Richter Dr. Jörg Weddig. Beim Prozessauftakt wollte der Angeklagte noch keine Angaben machen, wie sein Verteidiger bekannt gab. Damit schloss Richter Weddig das Verfahren bis zum nächsten Verhandlungstermin am 12. August vorläufig. Insgesamt sind bis Ende des Jahres 13 Termine angesetzt.