„In einer Zeit, in der Naturereignisse, technische Störungen oder andere Krisen das tägliche Leben beeinträchtigen können, ist es wichtig, dass jeder Haushalt gut vorbereitet ist. Individuelle Notfallvorsorge kann dabei mit einfachen Mitteln gestärkt werden“, erklärte Landrat Thorsten Stolz.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gab klare Empfehlungen, wie jeder Bürger mit einfachen Mitteln seine Sicherheit und die seiner Familie verbessern könne. Dazu gehöre, einen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser für möglichst zehn Tage im Haushalt zu haben. Für eine längere Lagerung eigneten sich Konserven, Reis, Nudeln und lang haltbare Getränke dazu, kürzer haltbare Lebensmittel sollten rechtzeitig neu besorgt werden. Ein Speiseplan, der die gelagerten Lebensmittel regelmäßig integriert, helfe beim Erneuern des Bestands. Ebenso wichtig sei die Bereithaltung technischer Hilfsmittel wie batteriebetriebene Taschenlampen, ein batteriebetriebenes Radio oder eine Powerbank für das Smartphone. Diese Geräte seien im Fall eines Stromausfalls unverzichtbar, um informiert zu bleiben und über eine längere Zeit noch Kontakte aufrechtzuerhalten. Für die frühzeitige Warnung, etwa vor herannahenden Unwettern oder Gefährdungen nach Großbränden, sei die Installation von kostenfrei verfügbaren Warnapps auf dem Smartphone ratsam, wie etwa „Hessen-Warn“. Ergänzend empfahl das BBK, wichtige Dokumente griffbereit zu halten und einen persönlichen Notfallplan zu erstellen, damit alle Familienmitglieder im Ernstfall wissen, was zu tun sei.
Über diese und weitere Vorkehrungen informierten der Main-Kinzig-Kreis sowie Einheiten der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes am Samstag, 12. Juli, dem Bevökerungsschutztag, im Zeitraum von 10 bis 15 Uhr. Veranstaltet wurde der bundesweite Aktionstag vom BBK in Zusammenarbeit mit Landes- und Kommunalverwaltungen sowie Hilfsorganisationen. Ziel war es, das Bewusstsein für den Bevölkerungsschutz zu stärken, Wissen zu vermitteln und praktische Tipps zur Vorsorge an die Bevölkerung weiterzugeben. „Krisen meistern wir sicher und selbstbewusst, wenn alle in der Gesellschaft mithelfen. Das fängt eben bei der Notfallvorsorge als Basis an, und dazu möchten wir die Menschen ermutigen“, erklärte Landrat Thorsten Stolz. Der Bevölkerungsschutztag am 12. Juli sei deshalb „nicht nur ein Appell, sondern auch eine Einladung, Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen“, so Stolz.
