Dieser zweite Bauabschnitt erstreckt sich zwischen Bermuthshain und Ober-Moos auf weiteren ca. 3,8 Kilometer und wird zudem nochmal in zwei Bautakte aufgeteilt. Der erste Bautakt umfasst den Bereich zwischen Bermuthshain und dem Abzweig zur ehemaligen K 100 in Richtung Crainfeld; und der zweite Bautakt beinhaltet den Bereich zwischen dem Abzweig nach Crainfeld und Ober-Moos.
Voraussichtlich bis Mitte August 2025 soll der erste Bautakt fertiggestellt werden und bis Ende Oktober dann der zweite Bautakt. Durch den Bauabschnittswechsel ergeben sich jedoch Änderungen für die Verkehrsteilnehmenden., denn die Umleitung muss nun entsprechend angepasst werden.
Ab Grebenhain wird der überörtliche Verkehr auf der L 3178 über Nieder-Moos zum Gunzenauer Kreuz und von dort auf der L 3181 nach Ober-Moos umgeleitet. Die Umleitung in entgegengesetzter Fahrtrichtung erfolgt analog.
Die Landesstraße erhält dort neben einer neuen Asphaltdeckschicht zusätzlich eine neue Asphalttragschicht. Zudem werden im Zusammenhang mit Straßenbaumaßnahmen bei Hessen Mobil auch die Belange der Umwelt und des Naturschutzes berücksichtigt. Viele Arbeiten erfolgen sogar eigens zum Schutz von Tieren und/oder Pflanzen. So auch im Zusammenhang mit der Baumaßnahme an der L 3181. Hier wird im aktuellen Bauabschnitt zusätzlich eine Amphibienschutzanlage hergestellt. Die Schutzanlagt besteht aus sechs Amphibiendurchlässen und wird gebaut, um Amphibien wie Erdkröten oder Molchen, aber zum Beispiel auch kleinen Säugetieren wie Igeln die Fortbewegung zu erleichtern und damit ihre Sicherheit zu erhöhen. Die neue Anlage wird künftig aus insgesamt 6 Tunneldurchlässen und einer beidseitigen jeweils 360 m langen Amphibienleitwand bestehen. Die neuen Durchlässe werden jeweils mit Einweisern ausgestattet. Mit diesen Einweisern an den Durchlasseingängen soll das Umwandern der Durchlässe verhindert werden. Die Leiteinrichtungen enden in sogenannten Umkehrelementen. Damit wird den Amphibien am Anfang und am Ende der Leiteinrichtung über einen Umkehrkasten eine Rückführung zu den Tunneleingängen ermöglicht. Mit der Herstellung einer sogenannten Stopprinne wird einerseits die Durchgängigkeit der Leiteinrichtung gewährleistet und anderseits die uneingeschränkte Nutzbarkeit der Zufahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge ermöglicht.
