Der Abstieg der SGMS war so bitter, wie er nur sein konnte: in der Relegation musste sich die SG Mottger/Schwarzenfels vor rund einem Jahr geschlagen geben und den Gang in die B-Liga antreten. Ruppert übernahm und führte die SG sofort zurück in die A-Liga. Das dies allerdings alles andere als einfach und erst recht nicht geplant war, erläutert der Coach: „Es ist schwierig, nach einem Abstieg direkt wieder zu funktionieren. Man hat viele negative Gefühle, daher wollten wir die Mannschaft erstmal in die richtige Bahn bringen“ – und das mit Erfolg. Gemeinsam mit Vizemeister Höf und Haid feiert Rupperts Team am vorletzten Spieltag gegen Radmühl den Aufstieg. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, lobt er besonders die hohe Trainingsbeteiligung und den Zusammenhalt, auch nach dem Abstieg im Vorjahr.
An das Meisterspiel kann sich der Coach bestens zurückerinnern. Vor dem Spiel sei die Anspannung zu spüren gewesen, wie Ruppert erläutert. „Wir hatten aber auch Selbstbewusstsein, weil wir alle Spiele in der Rückrunde gewonnen haben“. Die SGMS machte es nicht wirklich spannend, traf früh und ließ die Verantwortlichen schon zeitnah die Biergläser füllen. „Im zweiten Durchgang haben die Jungs dann schon das Feiern im Kopf gehabt“, schmunzelt der Coach rückblickend. Mit dem Abpfiff ließ der Meister den Emotionen freien Lauf. Die vielen Fans, die extra mit Bussen nach Radmühl angereist waren, feierten ihr Team lautstark mit Fangesängen. Im Anschluss wurden die Feierlichkeiten erst im Sportlerheim in Radmühl und später in Mottgers fortgesetzt. „Wir haben bis morgens gefeiert und uns dann in Schwarzenfels zum Frühstück getroffen“.
Zur Winterpause sah es allerdings alles andere als nach einer Meisterschaft aus. Zwischenzeitlich führte der Vizemeister Höf und Haid mit sieben Punkten die Tabelle an, feierte zudem mit fünf Zählerm vor Rupperts Team die Herbstmeisterschaft. Im Jahr 2025 legte Mottgers/Schwarzenfels allerdings eine Fabel-Restrunde hin und hatte gar nichts mehr zu verschenken. Der Grund für diese famose Serie sei neben der guten Trainingsbeteiligung auch der Zusammenhalt im Team gewesen. „Die Jungs haben zweimal Charakter gezeigt“, lobt Ruppert.
