Am vorletzten Spieltag der Saison war das Top-Duell zwischen Soisdorf/Rasdorf II und Wölf II angesetzt. Für Ehlens Team ging es dabei um nicht weniger als die Meisterschaft – für Gastgeber Wölf ebenso. Aufgrund des Zeitpunktes – ein Freitagabend – fand kein weiteres Spiel im Umkreis statt, weswegen sich die Zuschauer in Wölf nur so tummelten. Wenige Minuten vor Spielende glich Wölf II aus und alles schien, als würde die Entscheidung im Titelkampf erst am letzten Spieltag fallen. Doch Tobias Fladung hatte einen anderen Plan: Mit dem Abpfiff erzielte er den 2:1-Sieg- und Meisterschaftstreffer und ließ den Jubel der SGSR-Anhänger groß werden. „Es war schon Wahnsinn. Es ist einiges eskaliert und nach Abpfiff waren allen froh, als wir es geschafft hatten“, erinnert sich der Coach. Die traditionelle Bierdusche, Fangesänge und Jubel ließen nicht lange auf sich warten.
Im Anschluss wurde in Wölf noch das ein oder andere Kaltgetränk getrunken, ehe die Fete im Rasdorfer Sportlerheim fortgesetzt wurde. „Wir haben bis morgens Gas gegeben und den nächsten Tag gemeinsam etwas unternommen“, erzählt Ehlen. Die Meisterfahrt nach Mallorca rundete die Feierlichkeiten ab.
In Ehlens drittem Jahr bei Soisdorf/Rasdorf II wollte der Coach oben mitspielen und freute sich, dass es mit Wölf II und Praforst II die Saison über immer eng war. „Dass es dann gereicht hat, ist umso schöner“. Gerade die Trainingsbeteiligung der Reservisten habe den Ausschlag gegeben. „Wir waren immer locker 15 Leute im Training. Das ist in keinem Verein so und hat uns das ganze Jahr über getragen“, lobt Ehlen, der oft im Bernhardt-Modell spielen lassen musste. Dabei wurde mit neun gegen neun über zweimal 35 Minuten gespielt – über das große Feld. „Das haben wir sehr oft gespielt“, erinnert sich der Coach.
In der kommenden Saison wird die Zweitvertretung wieder in der B-Liga an den Start gehen, schließlich spielt die erste Mannschaft in der A-Liga. Das Ziel sei dabei klar: „Wieder eine gute Rolle spielen“.
