Die Teichkläranlage in Weyhers soll in naher Zukunft stillgelegt werden, das Abwasser der etwa 1500 betroffenen Personen wird dann von der frisch sanierten Kläranlage in Löschenrod aufbereitet. Dazu ist es notwendig, für den erforderlichen Anschlusssammler insgesamt 1,68 Kilometer Kanal von Weyhers nach Lütter zu legen. Mit dem offiziellen Spatenstich wurde nun mit der Baumaßnahme begonnen, die Arbeiten sind jedoch bereits seit Mitte Juli in vollem Gange – und sollen 2026 planmäßig abgeschlossen sein, hofft Bauingenieur Thomas Weber vom Tiefbautechnischen Büro Köhl in Fulda und warf einen Blick zurück: „Im Dezember 2017 wurden die Wasserrahmenrichtlinien angepasst, und die Grenzwerte in Weyhers passen nicht mehr. Wir wurden dann beauftragt und es stand anfänglich auch ein anderes Ausmaß im Raum, beispielsweise die Teichkläranlage in Weyhers zu erhalten.“ Schnell sei aber klar geworden, dass die Stilllegung der in die Jahre gekommenen Anlage die sinnvollste Variante sei. „Wir haben in den Entwürfen mit einer Summe von 2,94 Millionen Euro kalkuliert und werden mit der Planungssumme auch gut hinkommen“, berichtete Weber. Im Juli 2025 erhielt das Bauunternehmen Stefan Herget aus Tann schließlich den Auftrag und ist nun mit der Verlegung des Kanals von Weyhers nach Lütter beschäftigt.
Unterstützt wird das Bauvorhaben auch vom Land Hessen: Im März übergaben Umweltstaatssekretär Michael Ruhl und Sebastian Müller MdL einen Förderbescheid in Höhe rund einer Million Euro. „Es ist eine finanzielle Belastung, die Infrastruktur im ländlichen Raum instand zu halten“, erklärte Müller: „Deswegen freue ich mich über die aktive Unterstützung der hessischen Landesregierung. Es ist wichtig, die Flüsse und Bäche in unserer Heimat in einem guten Zustand zu erhalten. Diese Baumaßnahme ist deswegen ein Schritt nach vorne.“ Vor allem die Schadstoffwerte in der Teichkläranlage in Weyhers seien mit den neuen, gesetzlichen Vorgaben nicht mehr vereinbar. Mit der Maßnahme wird außerdem die Reinigungsleistung für das Abwasser aus dem Ebersburger Ortsteil erheblich gesteigert. „Es ist eine wegweisende Maßnahme, um die Abwasserthematik zukunftsfähig zu halten“, freute sich auch Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund in seiner Funktion als Verbandsvorstand des Abwasserverbandes „Oberes Fuldatal“ entsprechend, dessen Geschäftsführer Dipl. Ing. Thomas Seban ebenfalls die Wichtigkeit dieser Maßnahme hervorhob: „Die Kläranlage in Weyhers hat uns in vielerlei Hinsicht in den letzten Jahren Probleme bereitet. Deswegen bin ich froh, mit dem Spatenstich heute mit dem offiziellen Bauvorhaben beginnen können.“
