Bei der Spvgg. Bimbach ist die Stimmung nach dem bitteren Abstieg in der Relegation wieder – oder immer noch – positiv: Trainer Darius Giemza setzt auf Kontinuität und vertraut weitgehend dem bewährten Spielerkader: „Wir haben eine stabile Truppe, die sich in der neuen Liga beweisen will. Das Potenzial ist da, aber in so einer langen Saison braucht man auch das nötige Glück.“ Die Spvgg will mit Leidenschaft und Einsatz in die Spitzengruppe vordringen, auch wenn Giemza die Konkurrenz stark einschätzt: „Die Liga hat Qualität, da werden Kleinigkeiten entscheiden. Aber wenn wir investieren, können wir oben mitspielen.“ Als Anwärter auf die oberen Ränge sieht er Teams wie den Türkischen SV Fulda, die SG Maberzell/Gläserzell, die FSG Vogelsberg II und die SG Sickels II. Den eigenen Weg will seine Mannschaft wiederum ohne Druck, aber mit viel Ehrgeiz gehen: „Wir wollen zeigen, dass Bimbach eine feste Größe bleibt. Wir haben das Potenzial, oben mitzuspielen, wenn die Jungs alles geben“.
Ganz andere Vorzeichen gibt es bei der SG Lüder-Schwarzatal. Der zweite KOL-Absteiger hat fast 20 Abgänge verkraften müssen, die zweite Mannschaft musste sogar komplett zurückgezogen werden. Trainer Sebastian Hüter hat einen stark veränderten Kader, der größtenteils aus Spielern der ehemaligen Reserve besteht. „Einige der Neuzugänge haben seit Jahren nicht mehr aktiv gespielt, aber sie sind mit vollem Herzen dabei, und die Trainingsbeteiligung ist klasse“, lobt Hüter. Sportlich schraubt die SG die Erwartungen zurück: „Wir wollen ein Team auf den Platz bringen, mit dem sich die Leute identifizieren können, und den Abstieg vermeiden.“ Dennoch freut sich Lüter-Schwarzatal auf die vielen Derbys und die Herausforderungen, sich in dieser starken Liga zu behaupten. Die Favoritenfrage beantwortet Hüter ähnlich wie andere Trainer: „Bimbach als Absteiger ist für mich stark, der VfL Lauterbach kann wieder oben angreifen, Vogelsberg II und Sickels II sind ebenfalls gefährlich. Unser Ziel ist klar: drinbleiben.“
Beim Türkischen SV Fulda setzt der neue Coach auf Ruhe und Geduld: Spielertrainer Kubilay Kücükler ist mit der Vorbereitung bis dato nur bedingt zufrieden, sieht sein Team aber dennoch auf einem guten Weg: „Der Kader ist zwar klein, aber wir haben mit unserer zweiten Mannschaft eine gute Ergänzung. Wir wollen in dieser neuen Liga erst einmal ankommen und von Spiel zu Spiel denken.“ Ambitionen an die Spitzenplätze gibt es beim TSV nicht, vielmehr will sich das Team sich Schritt für Schritt entwickeln: „Wir wollen unseren Plan verfolgen und sehen, wohin er uns führt.“ Besonders groß ist die Vorfreude auf das Stadtderby gegen Aufsteiger Buchonia Fulda oder die Spiele gegen ambitionierte Gegner wie Bimbach, so Kücükler.
Fakt ist: Die A-Liga West geht mit vielen Fragen in die neue Saison, die durchaus spät erst beantwortet werden könnten. Während einige wieder oben angreifen möchten, konzentrieren sich andere auf Konsolidierung. Mit 18 Teams und intensiven Derbys dürfte es reichlich Überraschungen geben – und Spannung bis zum letzten Spieltag ist so gut wie garantiert. Zunächst geht es aber mit dem ersten Spieltag los – und der hält mit Maberzell/Gläserzell gegen den Türkischen SV und Buchonia Fulda gegen Oberrode gleich mal zwei Stadtderbys bereit. Der VfL Lauterbach wiederum startet nach der erneut verlorenen Relegation gegen Grebenhain/Bermuthshain. Schon am Donnerstag wird die Saison eröffnet: Landenhausen begrüßt die Sickelser Reserve.
A-Liga West
Donnerstag
19 Uhr
Landenhausen – Sickels II
Sonntag
13 Uhr
Müs II/Stockhausen – Bimbach (in Müs)
Großenlüder II – Freiensteinau II
Bronnzell II – Giesel/Hosenfeld II
Vogelsberg II – Lüder-Schwarzatal (in Herbstein)
15 Uhr
Maberzell/Gläserzell – Türkischer SV (in Gläserzell)
Buchonia Fulda – Oberrode
Lauterbach – Grebenhausen/Bermuthshain
Ilbeshausen/Herchenhain/Burkhards – Nieder-Moos (in Hochwaldhausen)
