Fußball 30.07.2025

A-Liga Süd – Favoriten halten sich mit Kampfansagen zurück

Osthessen (sim) – Die neue Saison 2025/26 steht vor der Tür und schon jetzt ist klar: Die Spielzeit in der Fußball-A-Liga-Süd verspricht reichlich Spannung. Das Teilnehmerfeld ist breit aufgestellt, einige Vereine haben sich gezielt verstärkt und mit drei direkten Absteigern bei 17 Teams ist der Druck von Beginn an enorm. Wer am Ende oben mitspielt oder unten zittern muss, scheint völlig offen. Doch die Liga wird härter, dichter und umkämpfter als in den Vorjahren, sind sich die meisten Trainer einig.

Wohin führt der Weg für die Schwebener um Silas Huppmann (schwarzes Trikot)? Der KOL-Absteiger schielt vorsichtig in Richtung Spitzengruppe. Foto: Justin Klenner

Keeper Jonas Ritzel ist neu bei der SG Rommerz – und will mit seinem Team oben mitspielen. Foto: Christine Görlich

Bei der SG Oberkalbach herrscht Optimismus. Trainer Dzejlan Salkovic konnte den Kader nach der verlorenen Relegation komplett zusammenhalten und spricht von einer guten Vorbereitung: „Wir haben die Qualität der letzten Saison gehalten, wollen uns oben etablieren und peilen die Top Drei an.“ Auch mit der Ligeneinteilung ist er zufrieden: „Das wird interessant, wir freuen uns auf die Spiele.“ Zu den klassischen Favoriten zählt er neben seiner eigenen Mannschaft die SG Distelrasen, den SV Schweben und die SG Rommerz, als Geheimtipp nennt er die SG Marjoß/Mernes: „Die haben letzte Saison besser gespielt, als es der Tabellenplatz gezeigt hat.“

Auch die SG Distelrasen geht mit breiter Brust in die Saison. Trainer Christoph Jöckel zieht ein positives Fazit der Vorbereitung: „Wir sind verletzungsfrei durchgekommen, haben neue Spieler gut integriert und uns insgesamt verstärkt.“ Trotz dieser Entwicklung stapelt er bewusst tief: „Wir wollen erfolgreichen Fußball spielen, aber nicht gleich große Ankündigungen machen.“ Als Favoriten sieht er Schweben, Rommerz, den TV Neuhof und Oberkalbach. Besonders freue er sich auf das Duell mit Aufsteiger SV Hof und Haid. „Die Liga ist stark, aber wir sind es auch – wir müssen uns vor niemandem verstecken“, ergänzt Jöckel.

In Schweben herrscht Aufbruchsstimmung: Nach einer langen Durststrecke ohne Sieg in der Vorsaison soll nun vieles anders werden. Trainer Andreas Weigand sagt: „Wir haben keine Abgänge, neue Spieler gut integrieren können und eine hervorragende Vorbereitung gespielt. Die Stimmung ist sehr positiv, und wir wollen die jungen Spieler an den Herrenbereich heranführen.“ Das Saisonziel ist aber bewusst zurückhaltend gewählt: „Wir wollen unter die Top Fünf und uns stabilisieren.“ Auf lange Sicht soll die Mannschaft verjüngt und wieder in Richtung Aufstieg entwickelt werden: „Wir machen keine Kampfansagen, wollen aber das Maximum herausholen.“ Die Liga sieht Weigand als extrem ausgeglichen an: „Bei drei direkten Absteigern wird es für alle hart. Und Mannschaften wie den TV Neuhof oder Oberzell/Züntersbach II/Weichersbach darf man nicht unterschätzen.“

Die SG Rommerz will nach ihrem Abstieg aus der KOL zurück in die Spur finden. Trainer Dennis Sorg ist mit der Entwicklung zufrieden: „Wir haben uns gezielt verstärkt, der Kader arbeitet hervorragend mit und wir wollen angreifen.“ Auch hier ist das Ziel klar: „Top Drei ist unser Anspruch.“ Sorg legt besonderen Wert auf eine stabile Defensive: „Die Null zu halten ist das Wichtigste, der Rest kommt danach von selbst.“ Als Favoriten nennt er Schweben, Distelrasen und Oberkalbach, zudem zählt er den TV Neuhof zur erweiterten Spitze. Besonders gefallen ihm die kurzen Wege in dieser Spielzeit: „Das macht die Liga attraktiver, es gibt viele Derbys und packende Spiele. Nur Distelrasen ist so ein bisschen mein Angstgegner“ verkündet Sorg mit einem Schmunzeln.

Klar ist: In der A-Liga Süd gibt es nicht den einen klaren Favoriten. Oberkalbach, Schweben, Distelrasen und Rommerz wollen allesamt ganz vorne mitspielen, während Mannschaften wie der TV Jahn Neuhof oder Marjoß/Mernes jederzeit überraschen können. Auch Niederzell und Herolz aus den Top Fünf der Vorsaison wollen wieder ein Wörtchen mitreden. Mit drei direkten Absteigern wird auch der Kampf um den Klassenerhalt ein harter, und so ist schon vor dem ersten Spieltag abzusehen: Diese Saison wird intensiv, emotional und voller Geschichten. Eine davon schon am Wochenende, wenn sich Oberkalbach und Distelrasen nach dem Spielabbruch an gleicher Stelle in der Vorsaison wiedersehen. Zudem steigt Höf und Haid mit dem Derby gegen Schweben ein, Mottgers/Schwarzenfels startet gegen die neue SG Oberzell/Züntersbach II/Weichersbach in die A-Liga. Sterbfritz/Sannerz hat noch frei.

 

A-Liga Süd

 

Freitag

19 Uhr

Sinngrund – Huttengrund II (in Obersinn)

19.30 Uhr

Herolz – Marborn

 

Sonntag

14 Uhr

Rommerz – Gundhelm/Hutten II

15 Uhr

Oberkalbach – Distelrasen

Höf und Haid – Schweben

Marjoß/Mernes – Neuhof II/Hattenhof (in Mernes)

Mottgers/Schwarzenfels – Oberzell/Züntersbach II/Weichersbach (in Schwarzenfels)