Lokales FD 07.07.2025

330.000 Euro an Schmuck erbeutet – Einbruchsserie im Landkreis

Fulda (as) – Wegen einer ganzen Reihe an Einbrüchen und Diebstählen in mehreren Wohnungen muss sich aktuell ein 28-jähriger Fuldaer vor dem Landgericht Fulda verantworten. Am Montag wurde die Verhandlung mit dem Verhör weiterer Zeugen fortgesetzt. Laut Anklageschrift soll der 28-Jährige Schmuck im Wert von rund 330.000 Euro entwendet haben, hinzu kommen zusätzlich 46.000 Euro in Bargeld.

Fotos: Andreas Schellenberg

Dr. Bettina Stade

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, sich in 14 Fällen als Mitglied einer Bande des Wohnungseinbruchsdiebstahls schuldig gemacht zu haben. In vier Fällen sei es dabei beim Versuch geblieben. In dem Zeitraum zwischen Ende November 2024 und Mitte Dezember 2024 soll der Angeklagte demnach in Wohnhäuser in Künzell, Wissels, Fulda, Eichenzell und Pilgerzell eingebrochen sein.

Im Zeugenstand sagte am Montag eine Polizistin aus, welche den Tatortbericht angefertigt hatte. Die Beamte schilderte, wie sie und ein Kollege am 30. November 2024 zum Beginn des Nachtdienstes nach Künzell gerufen wurden, wo kurz vorher ein Einbruch stattgefunden hatte. Die Polizistin schilderte, dass sie Fußspuren im Frost entdeckt hätten, welche zu einem Badezimmerfenster führten. Über dieses habe sich der Täter wohl Zugang verschafft und anschließend die Räumlichkeiten durchwühlt auf der Suche nach Wertgegenständen. Wie die Anwohner der Beamtin mitgeteilt hätten, seien unter anderem 1360 Euro an Bargeld sowie Ringe und eine Perlenkette entwendet worden. Die Geschädigten hätten schockiert, aber relativ gefasst auf die Tat reagiert, ergänzte sie. Der Angeklagte gab in der Befragung zu, sich Zugang zum Gebäude verschafft zu haben. Ein weiterer Mann habe sich draußen in der näheren Umgebung aufgehalten, habe aber nichts von der Tat selbst gewusst, fügte der Fuldaer an. Am Vormittag folgten weitere Zeugenaussagen. Die Verhandlung der sechsten Großen Strafkammer wird am 17. Juli fortgesetzt.