Lokales FD 02.07.2025

200. Blutspende - Udo Stelzig aus Fulda vom DRK ausgezeichnet

Fulda (fp) – Der Fuldaer Udo Stelzig wurde kürzlich vom DRK für seine 200. Blutspende im Schloss Biebrich in Wiesbaden ausgezeichnet. Damit gilt der 63-Jährige als Rekord-Spender und zählt zu einem erlesenen Kreis in ganz Hessen. Diese große Leistung habe der 63-Jährige nur durch langjährige Ausdauer erreicht, wie er berichtet.

Udo Stelzig geht regelmäßig zur Blutspende und kann es nur weiterempfehlen. Foto: privat.

200 Mal Blutspenden: Das entspricht 100 Liter Blut in einem Leben. Das habe Stelzig nur geschafft, weil er seit seinem 18. Lebensjahr keine Blutspende verpasst habe. „Du darfst sechs Mal im Jahr spenden, vorher vier Mal“, berichtet er: „Das heißt, wenn du nicht krank bist, aber da hatte ich eigentlich immer Glück.“ Für den 63-Jährigen ist der Gang zum DRK fast selbstverständlich. „Jetzt sitzt das DRK in Horas, das ist nicht so weit weg von da, wo ich wohne“, lacht er.

Mit dem Blutspenden sei er schon in früher Kindheit in Berührung gekommen. „Mein Vater war bei der Feuerwehr, der ist mit den Kameraden schon immer zum Spenden gegangen“, erzählt er: „Ich bin, seit ich zwölf bin, bei der Feuerwehr. Da sieht man genug, dass es gut gebraucht wird.“ In jungen Jahren sei er immer wieder mit mehreren Gleichgesinnten oder Freunden zum Spenden gefahren, wie der 63-Jährige angibt: „Wir sind immer als Gruppe unterwegs gewesen. Dann auch mit dem Motorradclub. Durch Krankheit ist es dann aber immer weniger geworden.“ Dennoch bleibe das Spenden für Stelzig eine Tradition, betont er. „Wir gehen da immer noch zu viert oder fünft hin. Danach treffen wir uns immer im Wirtshaus, trinken und essen etwas und reden über alles Mögliche. Es ist wie ein regelmäßiges Treffen von alten Freunden.“

Nebenbei habe das Spenden auch einen angenehmen Zusatzeffekt. „Ich weiß immer, dass ich gesund bin. Wenn du wieder spenden darfst, heißt es, du hast nix gravierendes“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Denn vor jeder Abgabe muss ein Spender einen Fragebogen ausfüllen und sich einem medizinischen Check unterziehen. „Wenn dann etwas im Blutbild nicht stimmt, heißt es direkt zum Hausarzt“, stellt Stelzig klar. So würden sich die Menschen zusätzliche Untersuchungen sparen und gleichzeitig etwas Gutes tun. „Wenn sie sich nicht unwohl dadurch fühlen, sollten sie auf jeden Fall zur Blutspende gehen“, appelliert der 63-Jährige an die Gesellschaft: „Es gibt ja auch Menschen, die keine Nadeln oder Blut sehen können, die natürlich nicht. Aber, wenn es geht, sollte man es auf jeden Fall machen.“