Lukas Dimmerling, Spieler der HSG Großenlüder/Hainzell
Nach dem Testspiel gegen die Brasilianer zeigt sich Dimmerling zuversichtlich, dass die Deutschen die Gruppenphase überstehen. In der Hauptrunde könne das DHB-Team dann auf den Ausrichter und Titelanwärter Dänemark treffen. „Gegen die Dänen ziehen wir vermutlich den Kürzeren“, so Dimmerling, der dennoch eine kleine Chance auf das Weiterkommen sieht. „Es wird ähnlich wie bei Olympia laufen. Es kommt auf Glück und die Tagesform an“. Verfolgen wird der HSG-Spieler die Spiele der deutschen Mannschaft, wenn er neben dem Training Zeit findet, vermutlich zuhause. Die Entscheidungsspiele in der Hauptrunde sollen dann eher in größerer Runde mit Freunden oder Mitspielern geschaut werden. Dabei nimmt Dimmerling insbesondere den 25. Januar ins Visier. „An meinem Geburtstag schauen wir definitiv in großer Runde“, schmunzelt er und hofft an dem Tag auf ein Spiel des DHB-Teams. Der haushohe Favorit auf den WM-Titel sei Dänemark, wenn die Dänen nicht vorher von den Deutschen aus dem Turnier geworfen würden. Ein besonderes Augenmerk wird Dimmerling auf Justus Fischer und Renars Uscins (beide TSV Hannover-Burgdorf) sowie den Franzosen Dika Mem (Barcelona) werfen. „Die machen schon wirklich Bock“, so der HSG-Spieler. Zudem sei er auf die Auftritte von Marko Grgic (ThSV Eisenach) und Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen) gespannt. „Juri war lange verletzt. Mal schauen wie er reinkommt ins Turnier“.
Felix Rehberg, Spielertrainer des Hünfelder SV
Für Rehberg stehen weniger Spieler, sondern viel mehr Nationen als Überraschungen fest. Neben Ungarn richtet der Spielertrainer aus Hünfeld seinen Blick auf die Portugiesen. „Das sind Mannschaften, die nicht alle im Kopf haben. Sie haben aber beide bereits Favoriten schlagen können“, so Rehberg. Zur Weltmeisterschaft wird der HSV-Coach erstmal nur das DHB-Team verfolgen. Im Halb- beziehungsweise Viertelfinale strecke er dann seine Fühler weiter aus, „je nachdem, wann die Spiele zeitlich sind“. Dabei schaue er die WM-Begegnungen entweder auswärts mit Freunden oder zuhause. Das Abschneiden des DHB-Teams schätze Rehberg ähnlich wie die vergangene Europameisterschaft ein. Da musste sich Deutschland gegen Schweden im Spiel um Platz drei geschlagen geben. Aufgrund der jüngsten Leistungen sowohl bei der vergangenen Heim-EM als auch bei den Olympischen Spielen werden die Deutschen aber nicht mehr unterschätzt. „Die ganz klare Underdog-Rolle haben wir nicht mehr“, erläutert Rehberg, der das Ende des DHB-Teams in den Playoffs sehe. „Alles, was wir darüber hinaus erreichen, ist mehr, als wir müssten“. Als Favoriten auf den Titel sieht Rehberg Spanien und Europameister Frankreich.
Dominik Jäger, Spielertrainer von FT Fulda
Jäger traut dem deutschen Nationalteam einiges zu. Nach dem vierten Platz bei der Europameisterschaft und einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2024 sei laut dem Akteur von FT Fulda für das DHB-Team das Halbfinale drin. „Sie werden sich das erarbeiten“, so Jäger. Als klaren Favoriten sehe er dabei Dänemark. Die Dänen sind eine absolute Handballnation, dies zeigen auch die bereits gewonnen Titel. Dreimal in Folge gewannen die Dänen die Weltmeisterschaft (2019, 2021, 2023). Dies ist bislang noch keiner Nation vorher gelungen. „Zudem sind sie aktuell einfach die beste Mannschaft“, erklärt er.
Sabine Teichmann, Trainerin der TV Hersfeld-Frauen
Für die Trainerin der TVH-Frauen ist der aktuelle Europameister Frankreich der größte Titelanwärter. Mit bislang sechs WM-Titeln sind die Franzosen alleiniger Rekordweltmeister und fassen nun nach einer enttäuschenden Olympiateilnahme in Paris den siebten WM-Titel ins Auge. Bei Olympia war bereits im Viertelfinale gegen das DHB-Team Schluss. „Sie waren die letzten Turniere sehr gut und haben viele erfahrene Spieler“, erklärt Teichmann. Auch sie traue den Deutschen aber einiges zu. „Deutschland wird bis ins Halbfinale kommen, weil sie sich das verdient haben“. Zudem sei Deutschland sowohl bei der EM als auch bei den Olympischen Spielen sehr gut aufgetreten und könne Rückenwind mitnehmen.
