Im ersten Viertelfinale am Mittwochnachmittag setzte sich Chris Dobey etwas überraschend mit 5:3 Sätzen gegen Ex-Weltmeister Gerwyn Price aus Wales durch. Price spielte dabei zwei starke erste Sätze, konnte diese jeweils mit einem Break für sich entscheiden und mit 2:0 in Führung gehen. Erst dann fand der Engländer rein ins Spiel und gewann Satz und Satz, bis er das Spiel gedreht hatte. Beim Stand von 4:2 Sätzen vergab Dobey bereits fünf Matchdarts, konnte den Sack nicht zumachen, und Price kam nochmal heran. Doch der Weltranglisten-15. fand dann im achten Satz wieder seinen Fokus, war stark auf die Doppel und buchte das Ticket fürs erste WM-Halbfinale seiner Karriere.
Es folgte das wohl beste Match der Viertelfinals, in dem Michael van Gerwen gegen Callan Rydz mit 5:3 gewann und ebenfalls ins Halbfinale als Dobey-Gegner einzog. Bitter für den Engländer Rydz: Er spielte sowohl einen besseren Average (103,88) als van Gerwen (103,10) und hatte ebenso die leicht bessere Doppelquote (46,15 Prozent) als der Niederländer (44,74 Prozent). Auch gewann Rydz in einem hochklassigen Match mehr Legs (18:17), doch was bei der WM zählt, sind die Sätze, von denen einer mit drei gewonnenen Legs entschieden wird. Damit ist „MvG“ einem erneuten Titel einen Schritt nähergkeommen.
Am Viertelfinal-Abend gab es zwei etwas deutlichere Siege: Sowohl Stephen Bunting setzte sich mit 5:2 gegen Humphries-Bezwinger Peter Wright durch, als auch „Wunderkind“ Luke Littler, der mit 5:2 gegen Pietreczko-Bezwinger Nathan Aspinall gewann. Damit stehen drei Engländer und ein Niederländer im WM-Halbfinale am Donnerstagabend. Littler kann nach der Finalniederlage vor einem Jahr sein zweites Endspiel in Folge erreichen.
Halbfinale (Donnerstag, ab 20.30 Uhr)
Chris Dobey – Michael van Gerwen
Stephen Bunting – Luke Littler
