Eine erste bittere Pille gab es für die SG Bad Soden und Trainer Lars Schmidt schon vor Beginn der Wintervorbereitung: Christoph Neiters Schambeinentzündung hatte sich durch eine Untersuchung bei einem Spezialisten in Kaiserslautern als schlimmer herausgestellt. „Es ist ein Teilabriss oder Abriss im Adduktoren-Bereich. Er wird uns in der gesamten Rückrunde ausfallen“, bedauert Schmidt das Verletzungspech beim Sodener Kapitän.
Immerhin konnten die Sprudelkicker aber auch eine Verstärkung an Land ziehen: Denn als Freund von Neiter ist Nico Damm zur SG gewechselt. Der Biebergemünder spielte zuletzt für den 1. FC Erlensee. „Er ist ein junger Spieler aus der Region mit Oberliga-Erfahrung, hat eine sehr gute Physis und kann offensiv sehr variabel alle Positionen spielen, auch außen auf der Schiene“, sagt der Coach.
Zum Auftakt in die Vorbereitung bat Schmidt erstmal zum Lauf: Eine bestimmte Strecke in der vorgegebenen Zeit absolvieren, das war die Hausaufgabe über die mehr als 50 freien Tage, die nun überprüft wurde. „So konnten wir sehen, wer in welchem Zustand ist, und werden das Programm entsprechend gestalten – ob wir schnell ins Spielerische übergehen oder konditionell noch was machen müssen“, skizziert Schmidt.
Auch den einen oder anderen krankheitsbedingten Ausfall haben die Sodener dieser Tage zu beklagen, wollen aber dennoch keine Zeit verlieren und die Vorbereitung nutzen. Das Testspiel-Programm startet am Wochenende schon gegen Steinbach, auch der Hünfelder SV Hanau 93 warten aus der Hessenliga. Ein freies Wochenende gibt es im Februar noch, womöglich kommt eine weitere Partie hinzu, sagt Schmidt. „Wir haben in der Hinrunde ja immer mal taktische Varianten drin gehabt, das wollen wir festigen und wieder Sicherheit in die Abläufe bringen“, schildert der Trainer zu den sportlichen Vorhaben in den nächsten Wochen. „Dann wollen wir schnell wieder an die Vorrunde anknüpfen“. Dort ballerte sich die SG Bad Soden nämlich auf Platz zwei und peilt erneut die Relegation an. Mindestens: „Definitiv wollen wir diesen Platz behaupten. Und hoffen, dass wir vielleicht nochmal die Chance bekommen, oben anzugreifen“, so Schmidt.
Die Top Drei haben sich schon etwas abgesetzt, CSC Kassel führt die Verbandsliga Nord mit 50 Punkten an, Soden hat 44, Hessen Kassel II 41. Dahinter hat Vellmar schon zehn Zähler Rückstand. „Es geht darum, Kassel II auf Distanz zu halten“. Die ersten vier Ligaspiele, beginnend mit dem Freitagabend-Derby in Flieden am 28. Februar, werden die Richtung für Bad Soden anzeigen, meint Schmidt – denn schon am 8. März kommt CSC Kassel zum Spitzenspiel.
Die Testspiele in der Übersicht:
Samstag, 25. Januar, 14 Uhr: SV Steinbach (H)
Samstag, 1. Februar, 12.15 Uhr: Hünfelder SV (A)
Mittwoch, 5. Februar, 19 Uhr: Hanau 93 (H)
Samstag, 15. Februar, 14 Uhr: SF BG Marburg (A)
Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr: TSV Weichersbach (H, Kreispokal)
Sonntag, 23. Februar, 13 Uhr: Kickers Obertshausen (H)
