Der traditionelle Anstieg der Feinstaubkonzentration kurz nach Mitternacht fiel wie im Vorjahr vergleichsweise niedrig aus. Im Mittel über alle städtischen Stationen wurde im Zeitraum von 0 Uhr bis 0.30 Uhr für PM 2,5 eine Konzentration von etwa 115 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht. Kurzfristig wurden jedoch an einzelnen Messstellen Werte von einigen hundert Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. Der höchste Halbstundenwert wurde mit 320 Mikrogramm pro Kubikmeter an der Wiesbadener Ringkirche und in Offenbach an der Unteren Grenzstraße gemessen. Trotz des schnellen Konzentrationsabfalls noch während der frühen Nachtstunden wurde an sechs hessischen Messstellen für PM 2,5 ein Wert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel überschritten.
Verglichen mit anderen Silvesternächten war die Feinstaubbelastung trotzdem eher gering. Grund dafür waren die windigen Witterungsverhältnisse an Silvester und Neujahr. Austauscharme Wetterlagen, gekennzeichnet unter anderem durch wenig Wind, können dagegen für eine langanhaltend starke Feinstaubbelastung wie beispielsweise am Neujahrstag 2020 sorgen.
Aber auch ohne Silvesterfeuerwerk kann eine austauscharme Inversionswetterlage zu einer erhöhten Feinstaubbelastung führen, wie die letzten Dezembertage 2024 zeigen. In diesem Zeitraum traten zwar nicht die für Silvester typischen kurzfristigen Konzentrationsspitzen auf, es wurden jedoch hessenweit vergleichsweise hohe Tagesmittelwerte erreicht. So wurde am 28. Dezember an drei hessischen Messstellen für PM 2,5 der Wert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel überschritten.
