Sklenar hatte im ehemaligen US-Camp die ersten großen Ausstellungen initiiert und eröffnet, war hier immer wieder zu unterschiedlichsten Gelegenheiten engagierter Redner. „Er hat als zuständiger Minister gegen mancherlei Widerstände und Anfeindungen durchgesetzt, dass das Haus auf der Grenze in dieser Form mit der sogenannten „Mustergrenze“ gebaut werden durfte“, blickt Raymond Walk, Vorsitzender des Fördervereins Point Alpha zurück. Und gemeinsam mit seinem Staatssekretär Stefan Baldus sorgte er schließlich auch dafür, dass die Idee des „Wegs der Hoffnung“ Wirklichkeit werden konnte. Sklenar war es auch, der sich in den Landesregierungen von Bernhard Vogel und Dieter Althaus mit Blick auf die 40-jährige SED-Diktatur nachdrücklich, mutig und kraftvoll für die Entwicklung einer tiefgreifenden Erinnerungskultur stark machte – wichtige Voraussetzungen schließlich für die Gründung der Point Alpha Stiftung und vor allem ihrer Akademie. „Gerade die tiefgreifende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der schrecklichen Zeit der deutschen Teilung, insbesondere des perfiden Grenzregimes, war ihm ein wichtiges Anliegen“, ergänzt Benedikt Stock, Geschäftsführender Vorstand der Point Alpha Stiftung. Sklenar blieb Point Alpha bis zuletzt verbunden. Stiftung und Förderverein sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden sein Andenken in Ehren halten. Das Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.
