Fußball 18.01.2025

Testspiel - Derby als erster Test der Hessenligisten - Ergebnis zweitrangig

Hünfeld (cb) – Der erste Gradmesser steht bevor: Die Wintervorbereitung läuft noch nicht einmal eine Woche und schon stehen sich am Samstag auf der Rhönkampfbahn in Hünfeld der HSV und der SV Steinbach gegenüber. Um 14 Uhr treffen die beiden Fußball-Hessenligisten zum Testspiel aufeinander.

Foto: Christine Görlich

Für beide Teams ist er der Abschluss der ersten intensiven Trainingswoche und ein wichtiger Schritt, um wieder in den Spielrhythmus zu finden. Das Ergebnis ist dabei für beide Trainer zweitrangig, denn es geht in erster Linie darum, Erkenntnisse gegen einen direkten Konkurrenten zu sammeln und die Spieler wieder auf Wettkampfmodus zu trimmen. Petr Paliatka, Trainer des SV Steinbach, kommt der Test sehr gelegen: „Wir müssen direkt an die Grenzen gehen. Es wird nicht einfach für die Jungs – die Beine sind sicherlich noch schwer.“ Für Johannes Helmke, Übungsleiter des Hünfelder SV, ist das Spiel ebenfalls eine willkommene Gelegenheit, seine Mannschaft nach der Winterpause wieder live in Aktion zu sehen. „Wir müssen jetzt wieder reinkommen. Es ist der erste Test für uns – entsprechend geht es darum, dass sich die Jungs wieder bewegen. Ich denke, dass es eine gute Partie wird, um wieder reinzukommen“, so Helmke.

In Pflichtspielen versprechen die Begegnungen zwischen dem HSV und den Mühlengrundkickern immer spannende Momente – am Samstag wird der Fokus aber ganz anders gelegt. Das Vorbereitungsspiel bietet beiden Trainern eine ideale Möglichkeit, taktische Ideen auszuprobieren, neue Systeme zu testen und Aufschlüsse über den Fitnessstand zu gewinnen. Besonders spannend dürfte die Beantwortung der Frage sein, wie die Mannschaften die Trainingsschwerpunkte der vergangenen Woche auf den Platz bringen können. „Das Ergebnis spielt für mich keine Rolle“, so Paliatka: „Wir wollen die Woche gut abschließen. Nun gilt es, aus der Komfortzone herauszukommen.“

Beide Mannschaften haben ihre Vorbereitung am Montag gestartet und arbeiten intensiv an der Physis der Spieler. Nach der Weihnachtspause liegt der Fokus zunächst auf Grundlagenarbeit, um die Spieler schrittweise an die Belastungen der Restserie heranzuführen. „Die Jungs haben einen guten Eindruck hinterlassen. Man sieht, dass die Spieler etwas gemacht haben. Wir starten nicht bei null – alles andere hätte mich aber auch überrascht“, schildert der HSV-Coach. Dass das erste Testspiel so früh in der Vorbereitung angesetzt ist, hat vor allem den Zweck, die Spielpraxis zurückzubringen und den Kader in einer Wettkampfsituation zu beobachten. „Ich will möglichst viele Leute testen“, so Helmke, der als groben Fahrplan 45 Minuten für seine Feldspieler geplant hat: „Wir werden auf jeden Fall richtig viel durchwechseln.“ Auch Paliatka hat für den ersten Auftritt des Kalenderjahres eine ähnliche Herangehensweise geplant: „Jeder soll spielen und Praxis sammeln. Ein Spiel ist immer noch die beste Trainingseinheit.“ Dabei wird der SVS-Coach voraussichtlich auf drei Spieler verzichten müssen: Maxi Stolz, Tom Wiegand und Fabian Koch liegen mit Grippe im Bett.