„Geplant ist, dass der 120 Vollzeitstellen umfassende Stellenabbau in den kommenden zwei Jahren vollzogen wird“, berichtet Annabel Ott, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Genossenschaft Migros Zürich. Die Maßnahmen betreffen speziell Mitarbeiter der zentralen Dienste in Fulda und des neuen Logistikzentrums in Michelsrombach. „Ersten Mitarbeitenden wurde mittels Direktansprache-Programmes ein Angebot zur einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses unterbreitet“, führt Ott weiter aus. Aus der Ebene der erweiterten Geschäftsführung könne sie bestätigen, dass Michael Egerer, Leiter der Abteilung Logistik/SCM und IT, das Unternehmen aus freien Stücken verlassen habe.
Günter Ledermann, Leiter des Betriebsrats von tegut…, bestätigt, dass Einzelgespräche mit den betroffenen Mitarbeitern durchgeführt wurden, will zum Prozess aber keine weiteren Angaben machen. „Sicherlich waren die Gespräche emotional herausfordernd, da es um den Verlust des Arbeitsplatzes ging. In jedem Einzelfall ist es eine schwierige Situation“, beschreibt Ledermann, ergänzt aber: „Bereits in den Gesprächen hat man gemerkt, dass der Betriebsrat für die Mitarbeitenden ein gutes und akzeptables Angebot verhandelt hat. Eine große Anzahl der angesprochenen Mitarbeitenden hat dem Programm zugestimmt.“ Weiter fügt er an, dass es zusätzlich zum Stellenabbau auch seitens der Mitarbeiter Kündigungen auf eigenen Wunsch hin gegeben habe. „Durch den personellen Abbau in den Zentralen Diensten sind organisatorische und strukturelle Veränderungen nötig, die jetzt nach und nach in die Umsetzung kommen“, führt er aus, versichert aber: „Der Betriebsrat und die Geschäftsführung stehen auch bei der Umstrukturierung in ständigem Austausch.“
Zusätzlich zu den personellen Maßnahmen plane die Genossenschaft aus Zürich den Verkauf von Filialstandorten. Dahingehend seien bereits Gespräche mit möglichen Käufern durchgeführt worden, erklärt Ott: „Ziel ist es, die betroffenen Standorte an Betreiber zu übergeben, welche die Filialen mit dem Team vor Ort übernehmen werden.“
