In zahlreichen weiteren Fällen wurden die Brände ebenfalls mutmaßlich durch fehlgeleitete Feuerwerksraketen oder Böller ausgelöst. So fingen unter anderem in Erlensee, Bad Soden-Salmünster und Bruchköbel mehrere Müllcontainer Feuer. In Maintal brannte es auf einem Balkon und in Hanau geriet ein Altkleidercontainer in Brand. Alle Brände konnten durch die Feuerwehr schnell gelöscht werden.
In Rodenbach wurde vermutlich durch die Explosion eines Böllers eine Treppenstufe zu einem Wohnhaus sowie ein Rollladen beschädigt. In Rodenbach stellten Polizeibeamte außerdem bei einem 46-jährigen Mann einen Schlagring sowie eine Schreckschusspistole sicher. Er soll zuvor gegen 20.45 Uhr in der Hanauer Landstraße mehrfach in die Luft geschossen haben. Polizeibeamte, die den Vorfall beobachten konnten, fanden bei der Durchsuchung neben der Schreckschusswaffe auch einen Schlagring. Der 46-Jährige muss sich nun wegen Verstöße gegen das Waffengesetz verantworten.
In Bruchköbel soll ein 41-jähriger Mann in einem Treppenhaus vier Männern im Alter von 19 bis 21 Jahren mit einem Messer bedroht haben. Die genauen Hintergründe hierzu sind derzeit noch unbekannt und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Verletzt wurde niemand. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem Beschuldigen einen Wert über 1,1 Promille. Er musste zwecks weiterer Maßnahmen mit zur Polizeistation.
Die Silvesternacht verlief im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau eher unauffällig. Allerdings wurden in Hanau mehrere Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern attackiert. Die Leitstelle zählte insgesamt 49 Einsätze, das meiste waren kleinere Brände. Überwiegend mussten die Feuerwehren in Brand geratene Hecken oder Mülltonnen löschen. Ursache hierfür waren zum einen herabfallende Silvesterraketen, aber auch ein unsachgemäßer Umgang mit den Feuerwerkskörpern.
Größere Anforderungen an die Feuerwehrleute stellten ein Kaminbrand in Freigericht sowie zwei Einsätze in Bad Soden-Salmünster. Hier brannten ein Carport sowie eine Garage. Besondere Rettungsdiensteinsätze aufgrund von Verletzungen oder Unfällen wurden nicht registriert.
Neujahrs-Schreck: Carports und Pkw in Hausen in Vollbrand
