114 Tage dauert insgesamt die Kampagne für die Fuldaer Tollität, der mit seiner Familie in Heubach wohnt. Ihm zur Seite stehen das Prinzenmariechen Natalie Müller sowie die Adjutanten Johannes Mangold und Thomas Reith. Als geschäftsführender Gesellschafter leitet der aktuelle Fuldaer Regent die Günther Caravaning GmbH in Eichenzell. Günther ist in der FKG kein unbekanntes Gesicht: Seit 2014/15 gehört er zum Elferrat, seit 2017 ist er zudem Vize-Präsident des Vereins. Dass er selbst einmal „Prinz von Foll“ werden will, war schon lange ein fester Wunsch gewesen, berichtet der Heubacher. Bei der Inthronisierung hatte er noch von 26 Jahren „Wartezeit“ gesprochen und war überwältig gewesen, diese Ehre nun zu erhalten: „Das macht mich mächtig, mächtig stolz.“
Die ersten Gespräche über die mögliche Prinzenwürde hatte Günther bereits mit dem früheren FKG-Präsidenten Michael Hamperl gesprochen. Durch die Pandemie und andere Gründe habe sich die Kampagne aber immer wieder verschoben. 2024 habe der aktuelle Prinz dann die Initiative ergriffen und gegenüber seinen Kollegen im Präsidium erklärt: „Die Mannschaft ist startklar.“ Die längere Kampagne gefalle ihm sehr gut: „Die Kombi hat gepasst.“ Die Vorfreude auf die anstehende Prinzentaufe am Samstag sei bereits spürbar groß, meint Günther: „Es ist schön, dass es endlich richtig losgeht.“ Ein weiterer Höhepunkt stehe zudem am Samstag, den 18. Januar mit dem Ball der Stadt Fulda an. Dort werde die Prinzenmannschaft sich erstmals im offiziellen Ornat der Öffentlichkeit präsentieren, erläutert der Heubacher: „Das mag ich traditionell halten.“
Als Vize-Präsident der FKG war Günther in den vergangenen Jahren bereits bei zahlreichen Feiern sowie närrischen Veranstaltungen dabei und kennt folglich die Abläufe. „Es ist dennoch komplett anders als Prinz, man wird anders wahrgenommen“, stellt er nun fest. Der Prinz habe eine sehr hohe Wertschätzung und Hilfsbereitschaft gegenüber ihm und der restlichen Mannschaft erfahren, für die er sehr dankbar sei. „Deutlich intensiver“ sei zudem der Kontakt zu den anderen Tollitäten der Rand- und Bundesstaaten, erzählt er: „Das hat mich überrascht.“ Unterstützung erhält der Prinz ebenfalls von seiner Familie: „Die sind alle total begeistert und nehmen die Euphorie mit.“ Die Verwandtschaft sei nicht nur auf den Veranstaltungen bisher vertreten gewesen, sondern helfe auch hinter den Kulissen fleißig mit. Dazu zähle beispielsweise, die Einladungen für die Prinzentaufe zu verteilen oder andere kleine Aufgaben zu übernehmen: „Das muss alles gestemmt werden.“ Für die weitere Kampagne wünscht Günther sich, „dass wir alle gesund und fit bleiben.“ Dies sei für ihn am Wichtigsten: „Den Rest lassen wir auf uns zukommen.“
