Männer-Oberliga
Das Auftakt-Programm des HSV hat es in sich: Gegen die HSG Großenlüder/Hainzell zogen die Hünfelder im Osthessen-Derby bereits den Kürzeren. Nun steht mit dem Tabellenführer Körle/Guxhagen direkt der nächste Brecher vor der Tür, und das zweite Auswärtsspiel in Folge. Das schwere Programm sieht Trainer Felix Rehberg allerdings sportlich und möchte die Begegnungen gegen die Topteams der Liga nutzen. „Es ist wichtig, uns erstmal richtig einzuspielen“, so der Coach, der anfügt. „Wir fahren aber nicht dahin, um zu verlieren“. Ähnlich wie zuletzt im Derby möchte der HSV den Tabellenführer ärgern und seine Chancen nutzten, auch wenn dies alles andere als einfach werden wird. Mit 323 Gegentreffern hat Körle/Guxhagen die beste Defensive der Liga. Zudem sieht Rehberg große Parallelen zum Spiel in Großenlüder. „Wir müssen genauso wie vergangene Woche bereit sein, dass sie uns läuferisch über den Platz jagen wollen und die meisten Tore über das Konterspiel erzielen“, erläutert der Hünfelder Trainer. Personell gebe es beim HSV keine Veränderung zu vergangenem Wochenende. Jannik Bachus und Christian Krätzig fehlen weiterhin.
Auf die Handballer des TV Hersfeld wartet zur gleichen Zeit am Samstag (19 Uhr) das Heimspiel gegen die HSG Wesertal. Nach dem ebenfalls eher durchwachsenen Auftakt gegen Wanfried möchten die Hersfelder punkten, um so in der Tabelle zu klettern. Die HSG Großenlüder/Hainzell erwartet am Sonntag (17 Uhr) wiederum vor heimischer Kulisse die HSG Baunatal zum Topspiel der Oberliga Nord. Nach dem gewonnenen Derby gegen den HSV dürfte das Team von Trainer Adrian Schild jedenfalls genügend Selbstvertrauen haben, um gegen den Tabellennachbarn den dritten Rang zu verteidigen.
Frauen-Oberliga
Ernüchterung herrschte bei der HSG Großenlüder/Hainzell nach dem verpatzten Jahresauftakt: 30:37 verlor die HSG beim TSV Wollrode und taumelt im Niemandsland der Tabelle. Trainerin Anne Deckenbach forderte: „Jetzt müssen wir eine Reaktion zeigen“. Denn am Sonntag steigt das erste Heimspiel in 2025 für die HSG-Frauen. Um 15 Uhr ist mit TuSpo Waldau das Tabellenschlusslicht in Großenlüder zu Besuch. Weiterhin verzichten müssen die Gastgeberinnen auf die verletzte Saskia Bartosik.
Der TV Hersfeld hingegen darf nochmal durchschnaufen nach seiner famosen Hinrunde und steigt erst Anfang Februar wieder in der Oberliga ein. Derweil sind aber mittlerweile auch die Punktabzüge bekannt, die wegen Unterschreitung des Schiedsrichtersolls verhängt werden: Im Vorjahr kosteten sechs Zähler Abzug die TVH-Frauen die Meisterschaft. Nun ist es in dieser Saison zumindest nur ein Punkt, der abgezogen wird. Und angesichts der bisherigen Ausbeute von elf Siegen aus elf Spielen hat der TV Hersfeld damit weiter alles in eigener Hand. Besonders, weil Verfolger Zwehren/Kassel vier Minuspunkte bekommen soll.
