Männer-Oberliga Nord
„Derbys haben ihre eigenen Gesetzte“, sagt HSG-Trainer Adrian Schild. Mit Blick auf die Tabelle wird schnell klar wer als Favorit in das wichtige Osthessen-Derby geht. Während Großenlüder/Hainzell mit 18:6 Punkten vom zweiten Tabellenplatz winkt, steht Hünfeld mit 7:17 Zählern auf Rang elf. „Wir sind die Favoriten und wollen die Rolle auch annehmen“, so Schild. Ein guter Start ins neue Jahr sei sehr wichtig. Dabei helfen sollen viele Zuschauer, die die HSG zum Sieg schreien. Der Heim-Trainer erwartet zum Derby eine volle Halle und eine hitzige Atmosphäre. Von den Gästen erwartete Schild ein sehr kampfbetontes Auftreten, dabei gelte besonders eins: „Wir müssen den Kampf annehmen und von Anfang an dagegen halten“. Mut mache besonders die sehr gute Heimbilanz. Bis auf den Tabellenführer Körle/Guxhagen konnte die HSG vor heimischer Kulisse in dieser Saison bisher zuhause jeden schlagen. „Wir wollen unsere Festung zeigen“, sagt Schild. Personell sehe es bei der HSG etwas dünn aus. Jonas Goßmann fällt die gesamte Runde aus privaten Gründen aus, zudem gebe es derzeit den ein oder anderen Krankheitsfall. „Wir werden sehen, ob sie am Wochenende wieder fit sind“, so Schild.
„Alle haben sehr große Lust aufs Derby“, sagt Felix Rehberg aus dem Hünfelder Trainergespann. Die Vorfreude auf das erste Spiel im neuen Jahr beim HSV ist groß. „Die Spiele, an die ich mich erinnern kann, waren alle sehr torreich“, erläutert der HSV-Trainer, der auf eine volle Halle hofft. „Ich hoffe, dass die Leute Bock auf Oberliga-Handball haben.“ Ein Sieg im Derby könne die Mannschaft beflügeln und der Startschuss zum Klettern in der Tabelle werden. Dass mit dem HSG kein einfacher Gegner wartet, ist sich Rehberg durchaus bewusst. Er warnt besonders vor den schnell ausgespielten Konterangriffen der Hausherren: „Ihre zweite Welle ist wohl die beste der ganzen Liga. Großenlüder ist in der Lage, jeden Gegner zu überrennen. Wir müssen in unseren Angriffen geduldig sein und sie ausspielen.“ Personell gehen die Hünfelder etwas gebeutelt in das Derby. Jannik Bachus fehlt aus privaten Gründen. Der Einsatz von Christian Krätzig zwischen den Pfosten stehe aufgrund von Verletzungsproblemen noch auf der Kippe. Dafür neu im Aufgebot und direkt am Samstag gefragt ist ein alter Bekannter. Ab sofort wird Rückkehrer Theo Sauerbier über Halblinks den HSV wieder unterstützten. „Er war ein halbes Jahr beruflich unterwegs und ist nun wieder mit dabei“, freut sich Rehberg.
Frauen-Oberliga Nord
Für die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell geht es nach über einem Monat ebenfalls zurück auf die Platte. Am Sonntag gastiert die Mannschaft von Trainerin Anne Deckenbach beim Tabellenfünften TSV Wollrode. Mit einem Sieg könnte die HSG einen großen Schritt in Richtung der oberen Tabellenplätze machen und an den TSV anschließen.
