Handball 26.01.2025

Oberliga – Hünfeld verpasst Sensation nur knapp – TVH erfüllt die Pflicht

Bad Hersfeld/Körle (pf) – Fast wäre dem Hünfelder SV eine faustdicke Überraschung in der Handball-Oberliga Nord gelungen: Beim Tabellenführer MSG Körle/Guxhagen spielte der HSV stark und frech auf und lag lange vorne, ehe am Ende die Treffsicherheit nachließ. Die 30:33 (20:17)-Niederlage hätte in jedem Fall aber nicht sein müssen. Der TV Hersfeld machte wiederum kurzen Prozess mit Wesertal.

Foto: Christine Görlich

MSG Körle/Guxhagen – Hünfelder SV 33:30 (17:20)

Körle/Guxhagen verlor bisher erst ein Saisonspiel (gegen den Tabellenzweiten Dittershausen) und war zuhause bislang ohne Punktverlust. Das blieb auch am Samstagabend so, doch so nah wie der HSV schnupperten bisher wohl wenige am Punktgewinn beim Spitzenreiter. Oder gar mehr. „Es ist schade. Heute war so ein Tag, wo wirklich etwas drin war. Wir haben die beste erste Halbzeit der Saison gespielt, haben verdient mit drei Toren geführt“, sagte Spielertrainer Felix Rehberg nach der Partie und war stolz auf seine Jungs: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung, da konnte man auch niemanden herausheben“. Anfang der zweiten Halbzeit stellte der HSV dann sogar zwischenzeitlich auf 22:17 (32.), war drauf und dran, den Tabellenführer zu stürzen. Doch in den folgenden 25 Minuten gelangen den Hünfeldern dann nur noch acht Tore. „Am Ende war es die Abgebrühtheit einer Spitzenmannschaft“, musste Rehberg anerkennen, der etwas haderte: „Bei uns hat dann die Torausbeute in der zweiten Halbzeit gefehlt. Wir haben ein paar Konter und freie Würfe liegenlassen. Am Ende ist das richtig schade“. Doch positiv stimmte den Coach vor allem die Einstellung seiner Spieler: „Es war wichtig, dass wir nach dem Großenlüder-Spiel die richtige Reaktion gezeigt haben: Dass wir an einem guten Tag auch Mannschaften über uns gefährlich werden können“. Der Auftrag für die Restrunde ist dennoch klar: Die Hünfelder müssen dort anknüpfen und punkten, denn bisher stehen weiterhin erst zwei Siege und drei Remis auf dem Konto.

Hünfeld: Bachus (4), Schäfer, Rehberg (7), Reuchsel (6), Schott (6), Gute (2), Hyseni, Kaub (5), Abad Velazquez, Sauerbier, Zachow, Hohmann, Schramm, Krätzig.

 

TV Hersfeld – HSG Wesertal 37:28 (20:15)

Zweites Heimspiel im neuen Jahr, erster Sieg: Der TV Hersfeld machte die Sieben-Tore-Niederlage gegen Wanfried vergessen und putzte die HSG Wesertal ganz deutlich von der Platte. Von Minute zu Minute wuchs der Vorsprung an, was auch an einem staken Keeper lag: „Niki Kürten hat ein sensationelles Spiel im Tor abgeliefert“, lobte Trainer Kai Hüter, der aber auch anmerkte: „Gegen Wesertal musst du einfach auch gewinnen. Das haben wir gemacht, diesmal waren wir auch wieder in Vollbesetzung und das macht sich natürlich bemerkbar. Aber wir haben auch viel liegenlassen, wenn wir konsequent sind, gewinnen wir hier mit 15 Toren“.

Erneut wurde Fynn Reinhardt in Manndeckung genommen, womit der TVH im Verlauf der Rückrunde noch öfter rechnen werde, sagte Hüter. „Aber heute haben wir es ganz gut gelöst“. Trotzdem sei gerade offensiv noch Luft nach oben gewesen, dabei dachte Hüter auch an die Fans: „Die Halle war gut besucht, aber es war ein bisschen dünn, das Publikum macht nicht mehr so mit“, haderte er. Die Mannschaft wolle die Fans mit weiteren Erfolgen wieder abholen und in den nächsten Wochen nachlegen.

Hersfeld: Spill (4), Beckemeyer, Petersen (4), Kürte, Wiegel (12/8), Rübenstahl (2), Reinhardt (7), Berger (3), Göbel (1), Kitz, Voß, Thole (2), Kehl, Teichmann (2).