Handball 19.01.2025

Oberliga – Großenlüder feiert Kantersieg im Osthessenderby

Großenlüder (cb) – Das Handball-Derby zwischen der HSG Großenlüder/Hainzell und dem Hünfelder SV endete deutlich. Die HSG ließ dem osthessischen Oberliga-Rivalen keine Chance und dominierte die Partie über weite Strecken. Mit 37:27 (22:11) setzten sich die Hausherren am Ende durch. Der TV Hersfeld hat zum Jahresbeginn eine deutliche Heimniederlage kassiert - besonders der Fehlstart in der Partie trug entscheidend zum enttäuschenden 23:30 (10:15) bei.

Foto: Yowegraphy

Schon in den ersten Minuten zeigte die HSG, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Mit einer aggressiven Abwehr und schnellen Tempogegenstößen überrannten sie den HSV förmlich. Nach zehn Minuten stand es bereits 8:2, und den Zuschauern bot sich eine recht einseitige Partie. „Wir wurden unserer Favoritenrolle klar gerecht“, erklärte HSG-Coach Adrian Schild: „Wir hatten das Spiel von Anfang an im Griff. Am Ende war das Ergebnis sogar etwas schmeichelhaft für Hünfeld.“ Während die HSG spielerisch und körperlich dominierte, fand der Hünfelder SV kaum ins Spiel. Technische Fehler und eine löchrige Abwehr führten dazu, dass die HSG bis zur Pause auf 22:11 davonzog. „Wir haben direkt gemerkt, dass der Gegner uns überlegen ist“, musste HSV-Coach Felix Rehberg eingestehen: „Der HSG hat uns komplett überrannt. Das war ein Klassenunterschied.“

Auch in der zweiten Hälfte änderte sich wenig am Spielverlauf. Die Gastgeber blieben konzentriert. Alle Mannschaftsteile wurden im Nachgang von Schild gelobt: „Wir haben die Sachen gut umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben.“ Einen entscheidenden Anteil hatte sicherlich auch die Hexenkessel-Atmosphäre in der Halle. „Die Ränge waren voll und die Stimmung sehr gut“, dankte Schild den HSG-Anhängern. Zwar versuchte der HSV mit Wechseln und taktischen Umstellungen das Spiel zu drehen, doch gegen die Überlegenheit des Gegners fanden sie kein probates Mittel. „Die Hünfelder haben nicht aufgesteckt und gekämpft bis zum Schluss. Das ist nicht selbstverständlich – dafür kann man sie definitiv loben“, sagte Schild.

Großenlüder/Hainzell: Stradtmann, Sippel (6), Weinbörner (2), Bosold (1), Kirsch (5), Grosch (2), Münker (4), Malolepszy (4), Herber, L. Dimmerling (2), Blinzler (1), Wahsner, Deppe (4), H. Dimmerling (6)

Hünfeld: Schäfer (1), Rehberg (7), Reuchsel (3), Schott (7), Gute (4), Hyseni (1), Kaub (1), Abad Velazquez (1), Sauerbier (2), Zachow, Hohmann, Schramm, Schuch, Krätzig

 

TV Hersfeld - VfL Wanfried 23:30 (10:15)

Bereits in den Anfangsminuten zeichnete sich ab, dass es ein schwieriger Nachmittag für den TV Hersfeld werden würde. Viele Ballverluste und technische Fehler im Aufbau führten dazu, dass die Gäste aus Wanfried frühzeitig in Führung gingen. Die Abwehr der Hersfelder fand zunächst keinen Zugriff, während der VfL konsequent seine Chancen nutzte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit versuchten die Festspielstädter, ins Spiel zu finden, doch die Gäste agierten souverän und ließen keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit. Während Wanfried im Angriff effektiv und geduldig agierte, fehlte es den Hersfeldern sowohl an Präzision als auch an Ideen.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem TV Hersfeld nicht, das Momentum zu kippen. Wanfried blieb dominant und konnte seinen Vorsprung halten. Trotz einzelner Lichtblicke – etwa durch sehenswerte Tore von Fynn Reinhardt – blieb die Leistung der Gastgeber insgesamt zu fehlerbehaftet.

Hersfeld: Spill (6), Jakat, Beckemeyer, Kürten, Wiegel (4), Holzschuh (1), Rübenstahl (1), Reinhardt (5/2), A. Krause, Voß, Thole (2), Kehl (3), Teichmann (1).