Wo noch vor einigen Wochen der Adventsmarkt gefeiert wurde, fand am letzten Tag des Jahres wieder die langjährige Hünfelder Silvestertradition statt. Trotz der Kälte hatten sich viele Menschen zum gemeinsamen Jahresabschluss eingefunden. Die Freiwillige Feuerwehr Hünfeld reichte den Gästen zur Feier des Tages Sekt und Glühwein. In seiner Ansprache ging Bürgermeister Tschesnok auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres ein und gab einen Ausblick auf die Aufgaben für die Stadt Hünfeld in 2025, zum Beispiel Wohnungsbau sowie große Investitionen in Schulen und in die freiwilligen Feuerwehren.
In den vergangenen Jahren sei der Wohnungsbau angesichts steigender Preise aber auch fehlender Fördermittel stark zurückgegangen, führte Tschesnok aus und fügte an: „Wenn keiner hilft, dann müssen wir uns auf unsere eigenen Kräfte besinnen.“ Das Magistrat der Stadt Hünfeld plane nun im „Siedlungsdreieck Hünfeld – Molzbach – Mackenzell“ bis zu 200 Wohneinheiten entstehen zu lassen. „Wir werden über den bisherigen gesetzlichen Rahmen hinaus massiv in die Förderung des sozialen Wohnungsbaus einsteigen und wollen auch Erbbaurechtsgrundstücke bereitstellen, um die Gestehungskosten für neuen Wohnraum zu verringern“, erklärte der Rathauschef. Dazu sei von der AG Wohnungsbauförderung ein ganzer Maßnahmenkatalog ausgearbeitet worden, der konsequent umgesetzt werden soll.
Auch im Bildungswesen stünden Sanierungsmaßnahmen an, sagte der Bürgermeister weiter. In den vergangenen Jahren seien bereits zwei Kindergärten gebaut, eine Betreuungseinrichtung in der Innenstadt geschaffen und die katholische Kita St. Ulrich von Grund auf restauriert worden, berichtete Tschesnok stolz, ergänzte aber: „Und damit sind wir noch lange nicht am Ende.“ So seien noch weitere Bauprojekte, wie die Grundsanierung des Kindergartens Hl. Kreuz und der Bau des ersten Bauernhofkindergartens in Sargenzell, geplant, so Tschesnok.
Des Weiteren wolle sich die Stadt für auch weiterhin stark mit der Modernisierung der Wachen der freiwilligen Feuerwehren kümmern, wie es bereits in Mackenzell und Michelsrombach geschehen sei. „Wir werden in diesem Jahr intensiv in die Planungen einsteigen, um unsere Stützpunktfeuerwache zu modernisieren“, versprach der Bürgermeister und erklärte: „Auch die ist in die Jahre gekommen und die Anforderungen haben sich erheblich gewandelt.“ Dies sei ein teures Unterfangen, werde aber durch die Hilfe der ehrenamtlichen Kräfte erheblich erleichtert, lobte er und ergänzte: „Sie sind der Garant dafür, dass Hünfeld eine so lebendige und lebenswerte Stadt ist und bleibt.“
Abschließend richtete er dann aber nochmal scharfe Worte der Mahnung an seine Bürger: „Wichtig ist vor allem, dass wir uns den Zusammenhalt bewahren und nicht Rattenfängern auf dem Leim gehen, die alles versprechen und nichts zu halten vermögen.“ Dann fügte er hinzu: „Einigkeit hat diese Stadt erfolgreich gemacht, Einigkeit hat sie stark gemacht, mit Einigkeit werden wir auch die Herausforderungen der Zukunft meisten können.“ Abschließend wünschte Tschesnok den Bürgern ein „gesundes, erfolgreiches und friedliebendes 2025.“ Dann stimmte der Projektchor an.
