Lokales FD 17.01.2025

Neujahrsempfang in Neuhof – Stolz: Brauchen Aufbruchsstimmung

Neuhof (paf) – Ein prall gefüllter Kultursaal, viele Begegnungen, ein vielseitiges Programm – Neuhofs Bürgermeister Heiko Stolz und der erste Vorsitzende des Gewerbevereins, Thorsten Jahn, hatten zum Neujahrsempfang geladen. Die knapp 250 Gäste erwartete ein buntes Programm, als Gastredner sprach Prof. Dr. Karim Khakzar, Präsident der Hochschule Fulda, im Gemeindezentrum.

Foto: Paulina Föller.

„Es freut mich, dass heute die Macher da sind, die Leute, die in unserer Gemeinde etwas bewegen“, begrüßte Jahn gemeinsam mit Bürgermeister Stolz die Gäste. Stolz betonte, dass der Fokus des Abends besonders auf dem Networken untereinander liege. Dazu waren die Gäste bereits vor Beginn der Veranstaltung bei einem Come together aufgerufen gewesen und konnten dies bei einem gemeinsamen Essen nach der Veranstaltung weiter vertiefen.

„2024 war für uns ein herausforderndes Jahr“, erklärte Stolz. Die weltpolitischen Herausforderungen seien auch zu den Kommunen durchgedrungen. Finanziell müsse die Gemeinde den Gürtel etwas enger schnallen. Auch Jahn blickte kurz auf das vergangene Jahr aus Sicht des Gewerbevereins zurück. Bürgermeister Stolz blickte zu Beginn der Veranstaltung besonders auf die gesellschaftliche Stimmung im Land: „Ich glaube, wir können die beste Regierung haben, aber was wir wirklich brauchen, ist eine Aufbruchsstimmung und zwar in jedem Bürger.“ Zusammenhalt und Gemeinschaft seien von großer Bedeutung und diese fange bei jedem Einzelnen an. Besonders vier Punkte hob er hervor: Es brauche zum einen Positivität. Er erlebe in seinem Alltag oft eine permanente Unzufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger. Wichtig sei auch Altruismus, die Nächstenliebe, im Land sei der Egoismus stark verbreitet. Als dritten Punkt nannte Stolz ein gemeinsames Ziel, wie unser Land in fünf bis zehn Jahren aussehen soll. Zuletzt bedauerte er, dass eine „Orientierung nach oben“, die Werte des christlichen Glaubens verloren gegangen seien. „Wir können es schaffen dadurch eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen und diese generiert automatisch Gemeinschaft und Zusammenhalt. Hier kann jeder seinen Beitrag leisten“, unterstrich der Bürgermeister.

Jahn verdeutlichte, dass besonders der Zusammenhalt innerhalb des Gewerbevereins und der Region schon sehr ausgeprägt sei, da die Menschen der Region zusammenarbeiten. Er stellte in diesem Zug auch die Hochschule Fulda als zentralen Partner der Region vor. Ein großes Ziel sei es auch, junge Leute in der Region zu halten. Dazu bilde die Hochschule einen wichtigen Grundbaustein. Stolz und Jahn begrüßten als Gastredner Prof. Dr. Karim Khakzar, der die Hochschule selbst, sowie ihre Bedeutung für die Region vorstellte. „Unser Wohlstand baut auf Bildung auf. Junge Menschen sollen sich weiterentwickeln können“, hob Khakzar zu Beginn hervor. Er beleuchtete zunächst die Geschichte und die Entstehung der Hochschule Fulda, aber auch die Entwicklung der Hochschulen in Deutschland allgemein. Nach der Gründung 1974 entwickelte sich die Hochschule Fulda stetig weiter zu einem bundesweit in der Forschung etablierten Standort. Zu den Alleinstellungsmerkmalen gehören besonders die besondere Ausprägung in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Lebensmittel. Als bundesweite erste Hochschule für angewandte Wissenschaft erhielt Fulda nach jahrelangem Kampf das Promotionsrecht, aufgrund exzellenter Forschung und Betreuung. „Ein großes Problem in unserem Land stellen auch die demographische Entwicklung und der Fachkräftemangel dar. Es geht hier besonders darum, junge talentierte Menschen aus dem Ausland zu gewinnen. Hier nehmen Hochschulen eine große Rolle ein“, verdeutlichte er. Durch englischsprachige Studienangebote sowie die Zugehörigkeit zur europäischen Hochschulallianz sei die Hochschule auch international stark vertreten. All dies mache die Hochschule zu einem wichtigen Partner der Region.

Neben dem Vortrag und der Ziehung des Jahreshauptgewinns des Gewerbevereins sorgte das Duo Rocktrip mit Rebecca Bloss und Dominik Klinghammer für Unterhaltung.

Neujahrsempfang der Gemeinde Neuhof. Fotos: Paulina Föller.