„Das Thema hat mich so lange beschäftigt, dass ich mittlerweile selber Kunstrasen bauen kann“, scherzt Bär. 2017 trat der Funktionär des SVN mit einer Bitte an den Bürgermeister heran: „Alle haben ihn – nur wir nicht: Neuhof braucht einen Kunstrasenplatz.“ Dann dauerte es, bis Jahre später tatsächlich eine Förderung in Aussicht war. Den passenden Standort zu finden, kristallisierte sich während der Planungen als großes Problem heraus: Als 2021 der Rasenplatz hinter der Schlossschule überschwemmt wurde, fiel diese Örtlichkeit raus. Gegen die Überlegung eines Kunstrasenplatzes am Opperzer Berg, sprachen die Hanglage und eine große Fläche, die hätte gerodet werden müssen. Die Fläche hinter dem Stadion schien zunächst auch keine optimale Lösung zu sein, denn dort musste für den Fußball- ein Tennisplatz weichen. Nach zähen Verhandlungen konnte sich mit der Tennis-Abteilung auf einen Deal geeinigt werden: Der fünfte Platz wurde gestrichen und dafür die vier verbliebenen modernisiert. „Dann wurde auch noch ein Mini-DFB-Sportfeld errichtet und die Tribüne komplett erneuert – sogar eine Bewässerungsanlage gibt es jetzt“, erklärt Bär. Die Kosten stiegen immer weiter und aus dem geplanten Kunstrasen wurde die Modernisierung der kompletten Sportanlage.
In naher Zukunft stehen nur noch die Abnahme des Unternehmens Strabag und eine weitere Begehung aus, ehe am 31. Januar der Kunstrasenplatz feierlich eröffnet werden soll. Zur Einweihung hat sich Regionalligist SG Barockstadt angemeldet, der gegen den SV Neuhof antreten wird. Die Senioren des SVN sind aber längst nicht das einzige Team aus der Gemeinde, 400 bis 500 Fußballer inklusive Junioren kommen in den Mannschaften der verschiedenen Orte zusammen: „Es gibt 280 Jugendliche bei der JSG Südring, Leichtathleten vom TVN, Schulsportler und Tennisspieler, die alle von der neuen Sportanlage profitieren“, erklärt Bär. Wichtig sei, dass der Platz nicht ausschließlich dem SV Neuhof diene, so Bär: „Beinahe alle Vereine aus der Gemeinde wollen auf das Feld – und das ist gerade bei den Junioren auch gut so. Das ist eine nachhaltige Investition – wir sind jetzt für die Zukunft gewappnet.“
