Start der ersten Veranstaltung ist am 27. Januar im Kulturkeller am Jesuitenplatz in Fulda. Moderiert wird die Veranstaltung von Thomas Schneider, Pressereferent des KBV, und Christina Krack, die das BKN koordiniert. Auf dem Podium werden drei Landwirte und zwei Landwirtinnen aus dem gesamten Kreisgebiet teilnehmen, mit unterschiedlichsten Betrieben, Milchvieh und Schweinehaltung und auch Ökologischer Landbau, im Haupt- oder Nebenerwerb. Vom Bündnis für Klima und Nachhaltigkeit, ein loser Zusammenschluss verschiedenster Organisationen, wie den Ortsgruppen vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, dem Verkehrsclub Deutschland, Attac, Fulda stellt sich quer, Fridays for Future, und auch Einzelpersonen, werden fünf Verbraucher aus unterschiedlichen Altersgruppen mit divergierendem Einkaufsverhalten und auch verschieden großen Haushalten teilnehmen. Organisatorisch ist das BKN an den „KÖK – Förderverein für Kultur, Ökologie & Kommunikation e.V. Fulda“ angegliedert, der vor fast 30 Jahren als Trägerverein der Projektwerkstatt Fulda gegründet wurde.
Wie Christina Krack bei der Vorstellung am Montag sagte, sei ein guter Dialog nötig: „Dazu ist es wichtig sich gegenseitig zuzuhören. Die Themen Klima und Nachhaltigkeit brauchen einfach Austausch.“ Es gehe in den Gesprächen darum, was es braucht, um zu sehen was die größten Herausforderungen und was es braucht sie zu meistern: „Was braucht es für Verbraucher an Wissen, was noch fehlt? Wie ist die Preisgestaltung bei Nahrungsmitteln? Wir als Verbraucher und Erzeuger wissen viel zu wenig voneinander.“
Thomas Schneider erinnerte an die Bauernproteste vor ziemlich genau einem Jahr: „Dabei haben wir gemerkt, wie groß der Rückhalt der Bevölkerung ist.“ Auch außerhalb des neuen Dialogforums bemühe sich der KBV intensiv um intensiven Austausch – sei es das Infomobil, die Initiative „Fulda. Deine Bauern“ oder der Instagram-Kanal. „Dabei haben wir bemerkt, wie groß der Bedarf für Regionalität und das Bewusstsein für regionale Produkte ist“, so Schneider. In den neuen Gesprächen soll eine „Plattform für direkten Austausch zwischen Bauern und Verbrauchern“ geschaffen werden. In der Auftaktveranstaltung sieht er den „Beginn einer Reihe für die Zukunft um heimische Landwirtschaft und Verbraucher zusammenzuführen. Wir wollen eine zukunftsfähige Landwirtschaft und das funktioniert am besten im Dialog“. Vorstellbar für Schneider wären dabei durchaus auch Veranstaltungen auf landwirtschaftlichen Betrieben.
Jeder, der sich für die Herausforderungen, vor denen landwirtschaftliche Betriebe stehen, interessiert, sollte sich den 27. Januar schon einmal freihalten. Es werden dort auch Fragen beantwortet, warum konventionell und nicht Bio bewirtschaftet wird. Wobei die Veranstaltung bewusst offen gehalten werden soll hinsichtlich der behandelten Themen und auch der Beteiligung des Publikums.
