Dieser leistete, aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre, kaum merklich Gegenwehr, was aufgrund der mächtigen Überzahl an Narren auch zwecklos gewesen wäre. So übergab er die Macht an das Freiherrenpaar samt Gefolge unter der Bedingung, nicht ins Exil zu müssen und die Kampagne mitfeiern zu dürfen, was ihm auch gestattet wurde. Für alle Bürger der Ortsteile Maberzell und Trätzhof wurden durch das Freiherrenpaar sogleich neue Gesetze erlassen:
Statt Demokratie herrscht nun Karnevalokratie und das Bürgerhaus wird in Narhalla umbenannt. Das Trätzer Bürgerhaus wird fortan als Sommerresidenz sowie Verwaltungssitz vom Freiherrenpaar genutzt, der ehemalige Schulhof davor trägt den Namen Placa del Durscht (zu deutsch: Durstplatz). Die Freiherrengarde und der Hofstaat sind verpflichtet der Freifrau und ihrer Adjutantin während der Kampagne bei der Hausarbeit zu helfen.
Die neue Kreisstraße 116 soll eine Beleuchtung erhalten, damit die Freiherren und Adjutanten jederzeit sicher nach Hause kommen. Als Ausgleich für den einzigartigen Anblick des Trätzhofes von unten, soll für die Bürger Maberzells ein halbstündiger Buspendeldienst eingerichtet werden, damit diese auch mal den Ausblick von oben genießen können. Diese Regelungen treten mit sofortiger Wirkung bis Aschermittwoch in Kraft.
Die Maberzeller Narren und der bis Aschermittwoch beurlaubte Ortsvorsteher stießen mit dem neuen verbesserten Schlachtruf “Maber-zell!“ „Trätz-hof!“ „Maber-zell!“ gemeinsam auf eine fröhliche Fastnachtszeit an. Allesamt freuen sie sich auf die bevorstehende Kampagne.
