Schießen 24.01.2025

Luftgewehr-Bundesliga – Aufstiegs-Showdown in neuem Modus

Petersberg/Steinbach (pf) – Alle Augen auf Hannover: Im dortigen Sportschützenzentrum steigt am Sonntag der große Aufstiegswettkampf, es geht um die letzten Plätze in der 1. Luftgewehr-Bundesliga Nord für die neue Saison. Mittendrin im Spektakel sind zwei osthessische Teams: Der SV Petersberg als Meister und der SV Hubertus Steinbach als Vizemeister der zweiten Liga West.

Voller Fokus: Der SV Petersberg (im Bild) ist gemeinsam mit dem SV Hubertus Steinbach beim Aufstiegswettkampf zur Luftgewehr-Bundesliga mit dabei. Fotos: Christine Görlich

Schon der letzte Saisonwettkampf in der 2. Bundesliga West in Paderborn war nichts für schwache Nerven: Nach einem spannenden Finale standen gar der SV Petersberg und Hubertus Steinbach in der Tabelle auf den ersten beiden Plätzen. Der Lohn: Beide dürfen um den Aufstieg kämpfen. Am Sonntag ist es nun soweit: In Hannover schießen sieben Vereine um die Wette, zwei Plätze in der kommenden Bundesliga-Saison sind in der Nord-Staffel noch frei. Der SV Petersberg ist erst aus der Bundesliga abgestiegen und kann direkt wieder hoch. Steinbach könnte gar den Durchmarsch schaffen.

Riesige Vorfreude herrscht bei den Petersbergern um den Vorsitzenden Frank Urspruch: „Wir wollen aufsteigen“, macht er deutlich: „Wenn es nicht klappt, würden wir das auch überleben. Aber es ist einfach ein ganz anderes Feeling. Wenn du mal oben warst, willst du da auch wieder hin“. Meistern muss der SVP dazu „nur noch“ den Aufstiegswettkampf gegen harte Konkurrenz: Die besten Zweitligisten und Bundesliga-Relegant SV Kamen werden in Hannover teilnehmen.

Der Modus ist allerdings ein anderer als in der Liga: Dort kommt es auf die Einzelergebnisse der fünf Duelle an, und selbst bei verlorener Gesamtzahl Ringe kann beispielsweise ein 4:1-Sieg geholt werden. Im Aufstiegsfinale ist es anders: Jeder Verein schießt mit fünf Schützen – alle zeitgleich, pure Spannung. Das Ganze in zwei Durchgängen, der erste ab 11 Uhr und der zweite dann ab 15 Uhr. „Am Ende werden alle Ringe der zehn Ergebnisse zusammengezählt, und die besten beiden Mannschaften schießen nächstes Jahr in der Bundesliga“, erklärt Urspruch.

Doch so einfach, wie es klingt, ist es nicht: „Wir werden das Notebook mitnehmen“, lacht der Petersberger: „Damit wir in einer Excel-Tabelle mitrechnen können“. Freud und Leid können nah beieinander liegen, schließlich stehen auch die Schützen alle Stand an Stand: SV Neuenfelde, Giebichensteiner SGI.-Halle, SV Petersberg, SV Kamen, SV Bramstedt, SSZ Suhl, SV Hubertus Steinbach. Mehr Dramatik geht kaum. Jeder Schuss ist entscheidend.

Die Petersberger werden erst früh am Sonntag nach Hannover reisen, dafür aber mit zwei Kleinbussen und etwas Unterstützung – wenngleich auch die Halle in Hannover für die Fans etwas unpraktisch sei, so Urspruch. Der SVP aber kann guten Mutes sein: „Wir sind in Bestbesetzung“, freut sich Urspruch. Vinita Bhardwaj reist extra aus Indien wieder an. Und ganz ohne Erfahrung sind die Petersberger auch nicht, denn schon beim Aufstiegswettkampf in 2019 wurde im Zwei-Durchgangs-Modus geschossen. Ebenfalls in Hannover. Abends durfte der SVP den Aufstieg feiern. Urspruch erinnert sich: „Damals hatte Cornelia Emmert bei uns alles im Kopf gerechnet, ist von links nach rechts gerannt“.