In der HLSB Fulda lag der Fokus auf Menschen, deren Lebensweg durch Flucht und Migrationserfahrung geprägt ist. Insgesamt sieben „lebende Bücher“ aus Syrien, Afghanistan, Mosambik, dem Iran und der Ex-DDR berichteten in jeweils 20- bis 30-minütigen Gesprächen. Sie gaben den „Lesenden“ einen Einblick in ihr Leben, die Herausforderungen und Ängste vor und während der Flucht, Hürden des Neuanfangs in einem fremden Land, das Leben zwischen zwei Kulturen und ganz viele persönliche Erfahrungen.
Die Living Library fand im Rahmen einer zweisemestrigen Projektwerkstatt im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit statt und ist eine Kooperation zwischen dem Kulturamt der Stadt Fulda, der Hochschule Fulda und der HLSB Fulda. Im ersten Teil wurden die theoretischen Grundlagen gelehrt, bevor im darauffolgenden Semester die praktische Umsetzung inklusive Reflexion und mündlicher Prüfung erfolgt. Die Teilnehmenden der Projektwerkstatt waren verantwortlich für die Akquise der „Bücher“, die Organisation eines passenden Rahmens sowie eines reibungslosen Programmablaufs und der Bewerbung der Veranstaltung. Ziel der Living Library war es, gemeinsam Vorurteile abzubauen und ein tieferes Verständnis für die vielfältigen Herausforderungen und Chancen des Lebens zu entdecken.
„Die Studierenden waren Feuer und Flamme für das Projekt und haben viel Zeit und Engagement in die Veranstaltung gesteckt. Es freut mich daher besonders, dass dies durch zahlreiche Besuchende und großes Interesse wertgeschätzt wurde“, berichtete Dr. Thomas Heiler (Leiter Kulturamt Stadt Fulda), der gemeinsam mit Prof. Dr. Martina Ritter (Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der Hochschule Fulda) den Lehrauftrag für die Projektwerkstatt übernommen hatte, zum Abschluss der Veranstaltung. Weitere Informationen auf Instagram: @livinglibrary_fulda
