Viele Tiere und Pflanzen der Rhön sind nachtaktiv und benötigen daher natürliche Nachtlandschaften mit einem klaren hell-dunkel-Wechsel. Zugvögel zum Beispiel fliegen überwiegend in der Nacht und verlieren durch sogenannte Lichtglocken ihre Orientierung. Für alle Lebewesen auf der Erde ist der durch die Rotation des Planeten bedingte natürliche Wechsel zwischen hellem Tag mit einer maximalen Beleuchtungsstärke von 128 000 Lux und dunkler Nacht mit maximal 0,3 Lux bei Vollmond der grundlegendste Rhythmus. Abweichungen von diesem natürlichen Taktgeber durch den Einsatz von Kunstlicht führen zum Verschwinden lebenswichtiger Ausprägungen in den Ökosystemen – und der Lebensraum natürliche Nacht ist in Gefahr. Kunstlicht ist für unsere Arbeits- und Lebensweisen nicht mehr wegzudenken, hat die Wirtschaftskraft durch Ausdehnung menschlicher Aktivitäten in die Nacht hinein ausgeweitet und ist oft mit sicherheitstechnischen und dekorativen Ansprüchen verknüpft. Im Gegensatz zu den Menschen können sich wildlebende Tiere der künstlichen Beleuchtung jedoch oftmals nicht entziehen, da die dringend benötigten Dunkelräume ebenso verschwinden wie der Sternenhimmel verblasst. Die NABU Ortsgruppe Eichenzell und der HGON-Arbeitskreis Fulda/Rhön laden alle Interessierten ein zum Vortrag „Lichtverschmutzung“ im Januar 2025 teilzunehmen. Veranstaltungsort ist das Anglerheim in der Munkenstraße 20 in Eichenzell.
